Dienstag, 12. März 2013

Frühlingsputz im Körper

Passend zum einbrechenden Frühling, stelle ich heute einmal ein paar Nahrungsmittel vor, die auch den Körper den langen und düsteren Wintrer vergessen lassen können. Das sind alles keine neuen Erkenntnisse, aber ich möchte noch einmal ins Gedächtnis rufen, warum viele unserer täglichen Lebensmittel und helfen können:)

Diese Nahrungsmittel bringen die Abwehr auf Trab:

Sauerkraut!
Diese altmodische (und leider sehr an Winter erinnernde) Kohlart liefert sehr viel schnell verfügbares Vitamin C. Zusätzlich gilt es als "Darmputzer" weil es durch seine Milchsäurebakterien die Darmflora stärkt, die den Hauptanteil der Abwehrarbeit leistet.
Ich habe 'frühlingstaugliche' Rezepte mit Sauerkraut nachgereicht! (Siehe Post vom 16.4.13)

Ingwer
Ingwer ist als sehr wirksames Erkältungsmittel schon Jahrtausende bekannt. Denn das hochkonzentrierte Gingerol wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und sogar antiviral!

Lauch
Ähnlich wie das Gingerol wirkt das Allizin im Lauch. Es tötet Bakterien und Pilze ab. Ausserdem ist Lauch reich an Vitamin C.

Käse
Käse wie Gouda, Appemzeller und Cheddar sind reich an Zink und Eiweiss. Zink wird dringend benötigt um das Vitamin C besser für die Abwehr aktivieren zu können. Eiweiss ist der Baustoff für fast alles in unserem Körper, auch die Abwehrzellen. Also ein Käsebrot mit vitaminreichen Tomaten belegen und fertig ist der Frühlings-Gesundheitssnack! Beim Käse bitte immer die fettreiche Variante nehmen, dafür aber dünner belegen. Bei den fettarmen Varianten sind oft so viele Zusatzmittel und Geschmacksverstärker eingesetzt, dass das Endprodukt von seiner Gesundheitswirksamkeit her kaum noch an Käse erinnert.

Senf
im Senf wirken die starken ätherischen Senföle gegen das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm. Ausserdem können sie krebserregende Stoffe in der Nahrung unschädlich machen.


Rindfleisch
Wertvoll durch Eisen, viele B-Vitamine, die die Laune steigern und Selen und  Zink. Selen aktiviert die Fresszellen des Immunsystems gegen schädliche Bakterien.


Thunfisch
(bitte immer im eigenen Saft eingelegt, nicht in Öl)
Thunfisch ist aus ähnlichen Gründen wertvoll wie Rindfleisch. Zusätzlich ist er noch reich an Jod und Omega 3 Fettsäuren.

Wach, entspannt und gut gelaunt

Kürbiskerne
können die Hirnleistung verbessern durch reichlich Omega 3 Fettsäuren, Magnesium und Eisen

Hafer
Die althergebrachten Haferflocken (Vollkorn!) liefern von den heimischen Getreiden das meiste Eiweiss. Ausserdem ist es eine reine Vitamin-B Bombe, die die Konzentration ankurbelt und durch gesteigerten Energie Umsatz im Gehirn für gute Laune sorgt.

Rosinen
Her mit dem Studentenfutter!
Denn es ist reich an Eisen und B-Vitaminen

Parmesan
So ein Glück für alle Fans italienischer Pastagerichte!
Dieser Hartkäse ist nämlich nicht nur sehr fettarm, sondern auch reich an Mineralien, vor allem Magnesium und Vitamin B12. Ausserdem hilft Parmesan durch seinen hohen Tryptophangehalt, das der Körper in das Schlafhormon Melatonin umbaut zu einem guten und ausgeglichenen Schlaf verhilft. Tryptophan als häufigstes Eiweiss des Körpers wird auch zum Glückshormon Serotonin gebaut.

Huhn
Auch Hühnerfleisch ist sehr reich an Tryptophan, Vitamin B 12 und Eisen.
unnützes Wissen: Ein 'Hähnchen' muss nicht immer ein Hahn sein, auch Hühner dürfen als 'Hähnchen' verkauft werden. Macht aber für Geschmack und Nährwert keinen Unterschied. :)

Erbsen
bringen den Nerven Kick durch die B-Vitamine 2 und 6, sowie Eisen.

Echte Butter
(bitte keine Margarine, das ist gefärbtes und aromatisiertes Plastik)
Butter liefert Lezithin und Vitamin E. Lezithin ist Nahrung für die Hirnzellen, Vitamin E schützt die fettreichen Teile des Gehirns vor Schäden.

Bananen
liefern viel Tryptophan. Der schlaffördernde Effekt wird durch das beruhigende und herzschützende Mineral Kalium verstärkt.

Lachs
Als Omega 3 Lieferant für die ausgeglichene Frühlingsernährung unverzichtbar!

Vollkornbrot
Alle 'echten' Vollkornprodukte (nur weil sie dunkel sind, sind sie noch lange nicht wirklich aus Vollkorn, oft wird Brot mit Malz gefärbt) enthalten viel von dem Stimmungsvitamin B1. Zink und Selen schützen zusätzlich unsere Hirnzellen.

Avocados
liefern viel Vitamin D. Aber vorsicht, leider sind sie auch sehr fettreich.
Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Aufnahme von Vitamin D durch die Nahrung wichtig, da der Körper es nur unter Sonneneinstrahlung selbst herstellt.
Ich reiche ein tolles Rezept für einen Avocado-Apfel Salat nach. Lecker!

Balsam für Magen und Darm
Um sich richtig fit und ausgeglichen zu fühlen, ist es unabdinglich, dass der Sitz unseres Immunsystems, der Darm, sich wohlfühlt!

Dinkel
liefert B Vitamine, Phosphor und extrem viele Ballaststoffe (10%), die die Darmflora stärken und reinigen.
Siehe auch mein leckeres Kaltofenbrot! Der Frühling ist die beste Zeit mal wieder damit anzufangen! :)

Leinsamen
(kann man auch super ins Kaltofenbrot schütten)
Beim Aufquellen setzen Leinsamen Schleimstoffe frei, die Magen und Darm vor Entzündungen schützen. Sie lindern auch Sodbrennen. Am besten wirksam ist Leinsamenschrot, da die Struktur bereits aufgebrochen ist und die Wirkstoffe so schneller zur Verfügung stehen.

Äpfel
Hoch leben die Pektine! Diese wertvollen löslichen Ballaststoffe nehmen Giftstoffe auf und sind die bevorzugte Nahrung der  nützlichen Darmbakterien. Auch Birnen sind reich an Pektinen und besser bekömmlich, da sie weniger Fruchtsäure enthalten als Äpfel.

Kümmel
Die ätherischen Öle beschleunigen die Magenentleerung, so kann das Essen nicht im Magen gären. Ausserdem hemmen sie Pilze und schädliche Bakterien im Darm

Naturjoghurt
Auch ohne Probiotika unterstützen die Milchsäurebakterien im Joghurt die Darmflora in ihrer Arbeit gegen Fremdstoffe, Gifte und Erreger. Aber Vorsicht bei gezuckerten Varianten. Die hohen Mengen an Industriezucker sind die optimale Nahrungsgrundlage für schädliche Bakterien und Pilze.


So, mit diesen köstlichen Nahrungsmitteln kann ja eigentlich dem aktiven Start in den Frühling nicht viel entgegenstehen. :D
Mal schauen was ich noch für tolle passende Gerichte finde!
Natürlich lasse ich Euch teilhaben!
Eure Britta

Montag, 11. März 2013

Aromastoffe


Es wird Frühling und die Lust mal wieder gesund zu kochen wächst!
Also endlich mal wieder neue Foodfacts von mir! Diesmal zu den Aromastoffen in unseren diversen Nahrungsmitteln:
Viel Spass!

Das Wort Aroma ist sicherlich jedem bekannt. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Aromastoffe, die industriell verarbeiteter Nahrung zugesetzt werden (dürfen).

Zunächst einmal die Basics:
Es gibt 3 verschiedene Typen von Aromastoffen

1. Natürliche Aromastoffe 
Als "natürliche Aromastoffe" dürfen alle Stoffe bezeichnet werden, die aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen gewonnen wurden. Dazu gibt es verschiedene Verfahren:
- physikalische Verfahren wie auch zB. Destillation und Extraktion mit Lösungsmitteln
- Arbeit mit Enzymen
- mikrobiologische Verfahren (Bakterien etc.)
- herkömmliche Lebensmittelzubereitungsverfahren wie zB. Trocknen, Rösten oder Fermentieren
Das Ausgangsprodukt muss also ein Naturprodukt sein, aus dem dann die Aromastoffe gewonnen werden. Es muss jedoch nicht exakt das Produkt sein, dessen Geschmack durch das Verfahren gewonnen wird. Erdbeeraroma wird zB meist nicht aus Erdbeeren hergestellt. Genaueres hierzu jedoch später.

2.Naturidentische Aromastoffe
Hier spielt der Ausgangsstoff keine Rolle, lediglich das Endprodukt muss am Ende des Herstellungsprozesses mit der chemischen Formel eines natürlichen Aromas identisch sein. Diese Aromastoffe sind meist aus mehreren Einzelsubstanzen zusammengesetzt und besonders stark im Geschmack. So wird unser Beispiel Erdbeeraroma aus ca. 60 Einzelkomponenten zusammengesetzt.

3.Künstliche Aromastoffe
Diese werden ausschliesslich durch chemische Synthese erzeugt und können in der Natur nicht nachgewiesen werden. In Deutschland sind nur 18 künstliche Aromen zugelassen.

Die Deklaration
Knapp 3000 Aromastoffe dürfen in der EU verwendet werden, ohne dass die genauen Substanzen, aus denen sie bestehen bzw gewonnen werden, angegeben werden müssen. Als Deklaration reicht der schlichte Hinweis "Aroma" auf der Verpackung. Mitunter ist die Angabe noch durch Zusätze wie "natürlich" oder "naturidentisch" erweitert, die in ihrer Begrifflichkeit jedoch irrreführend sind. Wie wir ja oben gesehen haben, haben diese Stoffe obwohl “natur” als Wortstamm im Namen vorkommt, mit natürlich wie wir es uns vorstellen oft nicht wirklich viel zu tun.
Nur wenn das Aroma wirklich aus dem namensgebenden Rohstoff gewonnen wurde (sehr selten, meist findet man dies noch in Tees) darf im Beispiel unserer Erdbeere mit “natürliches Erdbeeraroma “deklariert werden. Bei der Bezeichnung “natürliches Aroma Erdbeer” sieht es allerdings schon wieder ganz anders aus.
Wir wissen also nicht, was wir wirklich essen.

Künstliche Aromastoffe werden aus Erdöl gewonnen, naturidentische entstehen im Labor und natürliches Aroma wird u.a. aus Sägespänen und Schimmelpilzen, aus Restprodukten von Schlachthäusern gewonnen. Ausserdem werden sie oft mit Hilfe von Bakterien, Enzymen in mikrobiologischen Verfahren hergestellt. Und all dies muss nicht einmal für den Laien verständlich deklariert werden.
So wird Zitrönensäure zB aus dem Schimmelpilz aspergillus niger, Vannillin mit Hilfe von Bakterien aus einer Reiskornsubstanz hergestellt und die Basis für Erdbeeraroma sind Sägespäne. Kaum jemand weiss also, was er wirklich isst.
Hersteller greifen dennoch so gerne und häufig zu Aromastoffen, da sie schlichtweg günstiger sind als das Aromatisieren mit natürlichen Produkten.
Doch allein diese Tatsachen allein sind nicht das, weshalb wir Aromastoffe so sehr mit Vorsicht geniessen sollten.
Zum Einen: Aromastoffe prägen unseren Geschmack. Wir gewöhnen uns immer mehr an die intensiven Geschmackserlebnisse aus industriellen Produkten. Vielen Kindern schmecken natürliche Lebensmittel oft schon nicht mehr - und das wo gerade Kinder noch über die meisten Geschmacksknospen verfügen und viel feinere Noten und Aromen schmecken könnten als die Industrie uns vorgeben kann.
Zum Anderen gibt es zahlreiche gesundheitliche Implikationen.
Wenn der augenscheinlich gesunde Joghurt noch nie eine Erdbeere gesehen hat, fehlen gleichzeitig die Vitamine und das Bewusstsein, dass man gerade eher eine Süßigkeit als ein wertvolles Nahrungsmittel zu sich genommen hat.
Zudem können Geschmacksverstärker und Aromen appetitanregend wirken und so zum Weiteressen anregen. Manches Kilo zuviel wird daher auf ihre Rechnung gehen.
Das Schlimmste ist jedoch: Die möglichen Risiken für unsere Gesundheit sind per dato nicht ausreichend erforscht,
Für Allergiker und Gesundheitsbewusste bleiben viele Fragen offen, da der begründete Verdacht besteht, dass Aromastoffe Allergien und Überempfindlichkeiten auslösen können.
Da sich Aromastoffe aus vielen Substanzen zusammensetzen ist es oft schwierig, herauszufinden, gegen welche Komponente im Aroma eine Allergie bestehen könnte.
Zudem wirken zT auch gar nicht die Aromastoffe selbst, sondern Trägerstoffe wie Milchzucker allergen.

Über „ernsthaftere“ gesundheitliche Risiken ist bisher noch weniger bekannt. Auch zB. hinsichtlich der Entstehung von Krebs sind die möglichen Risiken von Aromen noch völlig unerforscht.
Zur Zeit untersucht die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit “efsa” wie sicher die verwendeten Stoffe sind und entwirft eine öffentlich einsehbare Datenbank zu den Risiken. Diese ist bisher jedoch noch im Aufbau.


Meine eigene Meinung zum Thema
Lässt man das oben Geschriebene Revue passieren, so kann es vorkommen, dass man sich fassungslos an den Kopf greift, ja fast die Haare rauft. Man stelle sich vor: Uns Menschen werden seit Jahrzehnten Nahrungsmittel (in Massen und völlig legal) aufgetischt, deren Folgen für die Gesundheit noch gar nicht erforscht sind! Und die Baustelle “Aromastoffe” ist eine vergleichsweise harmlose Baustelle im Dschungel der Nahrungsmittelzusätze. Angesichts vieler leider bereits zum normalen Alltag gehörender Zivilisationskrankheiten wie Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber auch Alzheimer und Krebs, (deren Entstehung und Wechselwirkung mti unserer Nahrung noch nicht klar ist, aber immer wieder in die Schlagzeilen gerät) ist es unverantwortlich, dass eine Regierung es zulässt, dass die Industrie ungetestete Zusatzstoffe auf die Menschheit “loslässt”. Wie Montignac, ein bekannter Ernährungberater bereits sinngemäß sagte: “Die Menschen werden vergiftet und die Polizei unternimmt Nichts dagegen.”
Leider hat unser Konsumverhalten Mitschuld an diesem Trend in der Industrie, Nahrungsmittel mit günstigen und fragwürdigen Stoffen geschmacklich zu überfrachten. Beim Einkaufen wird nach wie vor mit Vorliebe zu Fertigprodukten ins Regal gegriffen. Meist muus man dies der Unwissenheit oder Gleichgültigkeit der Menschen zuschreiben. Es ist schon paradox. Die meisten Deutschen wollen zwar nur das Beste für ihr Auto(E10? Nein, viel zu gefährlich für den Motor) aber sich und ihren Kindern geben sie erwiesenermaßen schlechten und /oder ungetesteten „Sprit“ für ihren Lebensmotor.
Durch eine leichte Veränderung im Konsumverhalten des Einzelnen, kann man Signale für die Industrie setzen.
Ich kann jedem nur ans Herz legen: Lesen Sie die Zutatenlisten! Man muss nicht sofort ein Experte sein, aber je häufiger man sie liest, desto mehr bekommt man ein Gefühl dafür, was die einzelnen Posten bedeuten! Schliesslich sind die Regeln einfach: Je weniger Posten, desto besser. Je mehr Worte man aus dem Alltagsdeutsch kennt, desto weniger Chemie. Das war schon der ganze Zauber für den Anfang. Versucht es einmal! :)

  

Mittwoch, 30. Mai 2012

Maissirup

Letztens habe ich eine Serie im Fernsehen gesehen, in der die Bösewichte versucht haben, sich die Welt anhand von Maissirup untertan zu machen. Sie fügten dem Maissirup einfach eine Zutat bei, die die Menschheit lethargisch und folgsam macht. Im Laufe der Folge stellten die Protagonisten geschockt fest, dass Maissirup einfach in ALLEM ist, man der Droge also nicht entkommen konnte.

Da auch in einschlägigen Diätbüchern vor Maissirup gewarnt wird, ich ihn aber noch nie auf einer Zutatenliste gefunden habe, hab ich mich mal schlau gemacht. Und siehe da, ich fand Erstaunliches!

Was ist Maissirup?
Ein Zuckersirup, aus Mais gewonnen. Er besteht zum Grossteil aus Fruktose (im Gegensatz zu Zucker aus Zuckerrüben gewonnen, der besteht zum Gr5rossteil aus Glukose).

Warum finde ich ihn nicht in der Zutatenliste?
1. In Europa wird die Zuckergewinnung aus Zuckerrüben subventioniert. ZUckerrübensirup ist für die Industrie daher viel billiger als´anders gewonnene Zuckerarten. Dass führt dazu, dass Maissirup hier kaum existiert. In Amerika hingegen wird die Zuckergewinnung aus Mais subventioniert, daher findet man dort kaum Zuckerrübensirup. - Natürlich war meine Serie eine Amerikanische. Der Erste AHA Effekt also.
2. Wenn er in Europäiaschen Produkten viorkommt, dann nur als Gemisch (wegen des Preises). Dieses Gemisch muss nach seinen Inhaltsstoffen deklariert werden, also als Glucose-Fructosesirup oder als Fructose-Glucosesirup. Das was mehr enthalten ist, steht vorne.

Was macht Maissirup denn nun so gefährlich, dass die Diätbücher davor warnen?
Maissirup besteht zum Grossteil aus dem Fruchtzucker Fuktose. Fruktose wird ohne das Zutun von Insulin verstoffwechselt. Dass ist zuerst einmal gut, mag man jetzt meinen, denn wir haben ja alle gelernt, dass ein hoher Insulinspiegel zu Heisshungeratacken führt und das Nahrungsfett in den Fettzellen "einschliesst". Leider ist Insulin aber auch für das Sättigungsgefühl zuständig. Man kann also Lebensmittel, in denen Maissirup enthalten ist, in grossen Mengen essen, ohne sich satt zu fühlen. Das führt dazu, dass man ein Vielfaches der Kalorienmenge zu sich nimmt, die man normalerweise essen würde.

In den USA ist Maissirup wirklich in fast jedem industruiellen Nahrungsmittel enthalten. In Sossen, in Brötchen, Gebäck, Käse, Wurst...einfach überall. Viele wissenschaftler vermuten, dass Maissirup ein grosser Mitverursacher des grassierenden Übergewichts in den USA ist. Man denke nur an die krassen XXL Portionen in amerikanischen Restaurants.

Bevor wir aber zu sehr mit dem Finger auf die USA deuten und sagen: "WAS??? Ein Zucker in der Wurst und dem Käse???" Kann ich nur dazu anhalten mal auf unsere Zutatenlisten zu schauen. Und siehe da: Der kleinste Teil der industriell gefertigten Waren (ja, auch Käse und Wurst, sigar Schinken etc) kommt ohne Zusatz von irgendeinem Zuckerstoff aus. Besinders gefährdet sind da fettreduzierte Produkte. (Denn  von irgendwoher muss der Geschmack ja kommen, nicht?)

Und wieder kann ich nur mit dem altbekannten Plädoyer enden: Auch wenn es bei uns wenig Maissirup gibt: Bitte lest die Zutatenlisten und boykottiert  Firmen, die uns mit unnötiger Zucker-  oder Chemiezugabe vergiften!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Aufreger: Alete Früchte Freund

Heue gehts um Kindersnacks und meine persönliche Fehde mit Babynahrungsherstellern, die Kindenahrung unnötig viele Zusatzstoffe zufügen.

Seit ich mich dank meiner Tochter Emma auch in Babynahrung eingearbeitet habe, war ich immer wieder schockiert, wie wenig man von industriell hergestellter Nahrung seinem Baby guten Gewissens anbieten kann. Bereits in Babybreien befindet sich massenhaft Zucker, gerne auch in versteckter Form, Maltodextrin (ein Mastmittel), Aromastoffe (dazu demnächst ein ausführlicher Artikel), und Stabilisatoren sowie Geschmacksverstärker-ähnliche Mittel (immer gerade an der Grenze des legalen, denn diese Zusatzstoffe sind in chemisch hergestellter Form in Babynahrung eigentlich verboten, dennoch gibt es viele Stoffe, die die gleiche Wirkung haben, ohne unter diese Kategorien zu fallen).

Gerade Alete und Milupa fielen mir extrem negativ auf.

Dass es auch anders geht zeigt die Firma Hipp. Hipp Produkte kann man quasi ungesehen kaufen, von o.g. Zusatzstoffen keine Spur. Das einzige Manko: Auch Hipp arbeitet mit Saftkonzentraten (den Früchten wird die Flüssigkeit entzogen, was zurückbleibt sind die Restbestandteile der Früchte, also ein extrem süsser Sirup aus den Hauptbestandteilen Fruchtzucker und Ballaststoffe). Aber gut, das ist meiner Meinung nach ein kleines Übel, denn Fruchtzucker ist physiologisch anders verwertbar als zugesetzter Kristallzucker. Die Mittagsmenügläschen ohne Obst kommen auch ohne das Konzentrat aus.

Nun ist meine Tochter kein Baby mehr und ich dachte, ich gönne ihr diese Frucht- und Müsli Riegel auf die die Kinder in diesem Alter so stehen. Draufgeschaut: Bestandteile gut, Saftkonzentrat, getrocknete Früchte, Getreide bzw Getreidemehl... Nicht der Hit, aber es soll ja auch zum Naschen sein, also passts.

Gesten schau ich zufällig noch einmal auf die Verpackung während Emma glücklich ihren Riegel mampft - und falle fast hintenüber:
- Maltodextrin - ein gecchmackloses kurzkettiges Kohlehydrat, das nur dazu eingesett wird, Substanz zu schaffen und zu sättigen, aber keine physiologische Eigenschaft im Körper erfüllt. (Zur Info: Je kürzer das Kohlehydratmolekül, desto weniger Aufwand benötigt der Körper um es in Zucker umzuwandeln),
- Getreidemehl, teilweise aufgeschlossen: Wenn ich das lese, bekomme ich regelmässig die Wut. Getreide besteht aus Kohlehydraten. Kohlehydrate sind Moleküle, in denen Zucker (Glukosemoleküle) aneinandergereiht sind. Deswegen werden zB Brot oder Nudeln während der Verdauung zu reinem Zucker umgewandelt und haben einen so schlechten Ruf bekommen. Dieser Begriff ist also nur Augenwischerei, die Müttern durch das Wort Getreide suggerieren soll, wertvolle Inhaltsstoffe zu kaufen.
- Stabilisatoren
- Aromen.

Als ich relativ geschockt auf die Marke schaue finde ich: Alete.
Beim Hippriegel findet sich nichts auf dieser Liste.
Diese Tatsache macht mich wütend. Ist es denn wirklich nötig unseren Kleinsten, die noch ein unverfälschtes Geschmacksempfunden haben, diese Inhaltsstoffe unterzujubeln? Emma ist die "sauberen" Hipp Produkte genauso gerne wie Aletre, also was soll das?
Sogar bei so kleinen Snacks, die sich im Produkt auf den ersten Blick überhaupt nicht untrscheiden, muss man also genau drauf achten und die Inhaltsliste lesen!

Es ist mir ein Anliegen, dass sich solche Informationen verbreiten und Verbraucher Firmen, die unsere Kinder bereits mit unnötigen Stoffen in der Nahrung belasten gemieden werden!

Also noch einmal der Aufruf: Lest die Zusatzstoffliste und boykottiert konsequent ungesund belastete Produkte! Zum Glück gibt es heutzutage zahlreiche Alternativen!

Fies gesunde Pizza

Das ist ein Pizzateig, der wirklich mit mehreren Attributen auftrumpft.
Er ist sehr herzhaft, würzig und knusprig.
Und mit dem Belag kann man dann richtig schön kreativ werden.

Teig, 4 Personen
4-5 EL gehackten Rucola (gerne mit Schnittlauch versetzt)
gut 4 EL Magerquar
4 EL Milch
4 EL Rapsöl
200g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen, wer auf Weizen steht)
0,5 - 1 Pck Backpulver (bei Vollkornmehl eher 1, bei normalem Mehl reicht 0,5)
Salz
4-8 EL Wasser
80g Zucchini, geraspelt

Rucola, Quark, Milch, Öl zu einer Quark-Öl Mischung verrühren, mit dem Mehl, Backpulver, Salz, Wasser und den Zucchini zu einem zähen Pizzateig verkneten, ausrollen, ca 15 min backen.
Manchmal gebe ich mehr Quark hinzu, manchmal mehr Wasser... schaut einfach wann das Gemisch nach Pizzateig aussieht, das kommt immer auf die Quellfähigkeit des gewählten Mehles an.

Beim Belag kann man dann kreativ werden. Ich liebe es, aus dem restlichen Quark und Rucola bzw Schnittlauch eine Creme zu rühren, die darauf zu streichen und mit Putenbrust oder Tomaten zu belegen. Dann nochmal frische Kräuter drüber, lecker.

Oder man macht ne echte Pizza draus, bestreicht den Teig vor dem Backen mit Tomatensauce (passierte Tomaten salzen und pfeffern, ital Kräuter hinzu), belegt sie mit Schinken, Tomaten, versch Käsesorten, Paprika...was das Herz begehrt. Aber denkt dran, der Teig ist sehr würzig und herzhaft, Ananas etc stelle ich mir da etwas seltsam vor...

Das Plus: Die Pizza hat (ohne Belag) 4g Fett pro Person, in der Version mit Kräuterquark und Putenbrust 6g Fett - also fast gar nichts! :)
Zusätzlich ist sie durch das Dinkelmehl kaum Insulinwirksam, man kann sie sich also auch ruhig abends genehmigen.
Der Rucola bringt eine Menge Nährstoffe mit, er ist zB reich an Kalzium, Beta-Carotin, Eisen, Magnesium, Natrium, Senfölen, Kalium und Phosphor.
Wenn man fettreduzierten Käse nimmt (6g Fett pro Scheibe und leckere Gemüse als Belag (Zucchini, Tomaten, Paprika, Broccoli etc), dann kommt man auf ca 11g Fett pro Person. (Zur Info: 20g Fett pro Mahlzeit bei 3 Mahlzeiten pro Tag sind ein guter Schnitt!)

Aber Achtung:
Proben ergaben selbst bei ökologischen Anbau von Rucola relativ viel schädliches Nitrat. Das kommt von der Verwendung falscher Dünger. Daher sollte Rucola nicht zu häufig als Salat und häufiger als Gewürzkraut zu genossen werden (wie wir es hier ja auch tun). :)

Oder man pflanzt Rucola selber im Garten oder auf der Terasse an, dann hat man damit keine Probleme. Rucola ist recht anspruchslos und breitet sich sehr stark aus, also wenn man nicht aufpasst, hat man bald mehr Rucola für den Salat als einem lieb ist. ;)

Fettarme Sommernachmittags- Schmankerl

Hier schreibe ich schnell ein paar sommerlich leichte Leckereien für den Nachmittag auf.

Erdbeeren-Limetten Biskuittorte
Teig:
2 Eier,
1 Prise Salz,
60g brauner Rohrzucker,
und 2 El heisses Wasser
verquirlen und ca 4 min zu einer dicken Creme schlagen,
100g Dinkelmehl
und 1 Tl Backpulver
in 2 Portionen mit dem Schneebesen unter die Creme heben.
In eine Springform füllen mit
7g Mandeln
bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (160 Umluft) 15 min backen.

Belag:
650g Erdbeeren
halbieren, Boden damit belegen, Limettenschale abreiben, Limette auspressen (Limette vorher heiss abwaschen und trockenreiben), Saft und Schale mit 2 El Apfelsaft, 2 El Zucker und 1 Tortengusspäckchen verrühren, aufkochen und über die Beeren geben. Joghurt oder Eis schmeckt gut dazu statt Sahne!

Fett pro Torte: 16g plus Mandeln (Memo an mich: nachsehen!)
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Sesamananas mit Eis
Ananas in Scheiben schneiden, mit Honig bestreichen, Sesam ohne Fett rösten bis er duftet, Ananas darin wälzen, mit Vanilleeeis servieren. Mjam!

Dienstag, 24. April 2012

Exkurs: Spargel-Pipi

Warum riecht der Urin nach Spargel-Genuss so komisch?
Die Antwort: Genau weiss man es nicht!
Lange Zeit dachte man, da der Spargel definitv harntreibend wirkt, käme der Geruch daher, dass er viele Giftstoffe aus dem Körper mit ausschwemmt. Dies konnte mittlerweile (leider) widerlegt werden.

Heute geht man davon aus, dass beim Verdauen der im Spargel enthaltenen Asparagus-Säure als Abbauprodukt Schwefelester entstehen. Und klar, Schwefel stinkt. Also wird leider nur das ausgespült, was auch mit dem Spargel in den Körper gelangt.

Bereits 1967 gab es eine Studie, in der belegt wurde, dass nur bei ca 50% der Menschen der Urin bei Spargelgenuss auch riecht. Bei den anderen 50% riecht er völlig normal.
1980 belegte dann eine Studie, dass dies lediglich daran liege, dass ein Teil der Menschen die Abbauprodukte schlichtweg nicht riechen können und deswegen angaben, dass ihr Urin normal röche.
1987 folgte dann eine gross angelegte Studie, die über ein ganzes Jahr verlief. Hierbei wurde die Studie von 1980 widerlegt. Ca 50% der Menschen besitzen tatsächlich das Enzym zur Spaltung der Asparagussäure nicht!

Ob Geruch oder nicht: Fest steht, dass Spargel entwässernd wirkt und zudem die Verdauung in Schwung bringt und den Darm reinigt: Denn zu den vielen Balaststoffen bringt Spargel (der zu 95% aus Wasser besteht) gleich die nötige Flüssigkeit mit, um die Ballaststoffe aufzuquellen!

Also: Guten Appetit, lasst es Euch schmecken!

Sonntag, 22. April 2012

Spargel mal anders

Heute habe ich einen Spargel-Auflauf gemacht.
Das Plus: Es ist mal ganz was anderes und man kann es sehr Kohlehydrat-arm gestalten. Super für Abends!

Hier das Rezept

Für 4 Personen:
350ml Milch
300ml Wasser
175g Frischkäse( 12-17% Fett), wer mag gerne auch mit Kräutern
etwas Parmesan, gerieben
etwas geriebener Gouda
Kochschinken nach Geschmack
(ja, leider koche ich oft nach Gefühl und nicht mit genauen Mengenangaben, sorry)
ca 250g Spinat
ca 1 Kg Spargel
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikagewürz, Chiliflocken

Milch und Wasser aufkochen, kleingehackten Spinat hineingeben, knackig mit den Gewürzen würzen, ein wenig kochen lassen. Wer es cremiger mag, der gibt etwas Speisestärke hinzu oder macht gar eine Mehlschwitze. Aber ich finde, man kommt auch prima ohne aus.
Den Schinken in Würfel schneiden, Spargel schälen.
Nun den Frischläse und den Parmesan in die Soße rühren.
Eine Auflaufform fetten, die Spargelstangen hineinlegen, mit Schinkenwürfeln bestreuen und gut mit der Soße bedecken. Dann die Nächste Schicht bis alles in der Form ist. Die obere Schicht muss noch gut mit Soße bedeckt sein. Zum Schluss den geriebenen Gouda auf dem Auflauf verteilen und für ca 30 min bei 180 Grad Umluft backen.

Wer möchte serviert dazu Nudeln, dann bekommt das ganze noch mehr ein italienisches Flair.
Wir fanden aber, dass das gar nicht so unbedingt nötig war.

Wir waren sehr überrascht, dass Spargel hier mal gar nicht so klassisch daherkommt und trotzdem durch die lange Garzeit ein feiner und zarter Genuss sein kann!

Klar, mit ca 19g Fett pro Person (je nach verwendetem Frischkäse, Gouda und Parmesan und ob man nun eine Mehlschwitze macht oder nicht) ist das Ganze fettechnisch nur Mittelklasse, aber durch die fehlenden Kohlehydrate schlägt dies nicht ganz so zu buche. Ausserdem kann man dies durch fettarmen Käse noch weiter reduzieren.
Alles in Allem ist es diesbezogen der Variante mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln auf jeden Fall vorzuziehen. :)

Dienstag, 17. April 2012

Exkurs: Osteopathie

Mittlerweile kennt so ziemlich jeder den Begriff der Osteopathie. Ich gehe davon aus, dass so ziemlich jeder zumindest eine Person im Bekanntenkreis hat, die beteuert, ihr Osteopath hätte ihr unglaublich geholfen. Dennoch, weiss man denn wirklich, was dahinter steckt?

Hier möchte ich einmal zusammenfassen, aus was Osteopathie genau besteht:Die Osteopathie geht davon aus, dass Fehlhaltungen und Fehlstellungen des Bewegungsapparates wie zB Verkrümmungen der Wirbelsäule (und seien sie noch so gering) Auswirkungen auf die Funktionsweise der inneren Organe haben. Die inneren Organe liegen nicht statisch an einem Ort, sie bewegen sich im Körper - zum Glück jedoch nicht sehr weit. :)  Sie habennämlich untereinander und mit Bändern, Gelenken und Knochen Berührungspunkte, an denen sie aneinander hängen und reiben. Diese "Gleitflächen" können durch eine Fehlhaltung verkleben und so das Organ an einem Ort "festhalten". Als Folge kann das Organ nicht mehr „frei“ funktionieren.
Es ist ein organisches Leiden, und doch ist der Knochenbau "schuld".

In einer Behandlung wird der Osteopath zunächst Körperhaltung und – statik des Patienten sowie die Funktionsweise von Gelenken etc überprüfen und falls möglich korrigieren. Danach wird er die genaue Lokation der Organe aufspüren und durch erlernte Handbewegungen die Fixationen lösen.
Ein ganz besonderer Teil dieser Behandlung ist die kranio-sacrale Osteopathie.
Hierbei prüft der Therapeut das Zusammenspiel der Wirbelsäule (inklusive Check eines jeden Wirbels) mit Schädel und Becken und versucht Fehlstellungen zu korrigieren. Ein Grossteil der in der Osteopathie behandelten Beschwerden sind auf Probleme im kranio-sacralen Bereich zurückzuführen.

Wann also sollte man einen Osteopathen aufsuchen? Wann kann er überhaupt helfen?- bei Problemenm mit dem Gelenkapparat wie zB: Hexenschuss, Ischias, Verletzungsfolgen, allgemeinen Gelenkbeschwerden
- bei internistischen Problemen wie zB: Operationsnarben, Verwachsungen, Herzbeschwerden, Verdauungsstörungen
- im Hals- Nasen- Ohrenbereich: Bei wiederkehrenden Kopfschmerzen, Migräne, chronischen Nasennebenhöhlen- Mandel- oder Mittelohrentzündungen, begleitend auch bei Kieferproblemen, Gebissfehlstellungen
- bei Problemen im urologischen Bereich wie: Blasenentzündungen, Prostatabeschwerden,  Inkontinenz, Nierenbeschwerden
- im Bereich der Gynäkologie ganz besonders zur Begleitung einer Schwangerschaft, zur Vor- und Nachbereitung der Geburt, bei Vernarbungen und Verwachsungen nach Operationen aber auch bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden
- Kindern kann ein Osteopath u.a.bei Knochenverformungen als Geburtsfolge, Hüftdysplasie, Schiefhals, Verdauungssrörungen, Entwicklungsverzögerungen, Lern- und Konzentrationsschwächen und Hyperaktivität helfen. Auch Schreikinder können nach Behebung osteopathisch zu lösender Probleme ruhiger werden. 

Hinweis: Diese Aufzählung ist in keinster Weise vollständig.

Vorsicht ist jedoch geboten bei schweren Erkrankungen (wie Tumoren, Krebs, Rheuma etc) wenn die Selbstheilungskräfte des Körpers einfach überschritten sind. Hier kann Osteopathie lediglich begleitend eingesetzt werden.

Der Bereich der leichteren, therapierbaren Erkrankungen ist jedoch, wie man bereits oben sieht, riesig. Und da der Therapeut immer ganzheitlich nach den Ursachen der Probleme sucht, ist so mancher Patient erstaunt, wenn die zu behandelnde Stelle weit weg von den eigentlichen Beschwerden liegt.

Eigene Meinung:Ich selber habe es mir zur Gewohnheit gemacht, jedes halbe Jahr zum Osteopathen zu gehen, da ich zu einer Schiefstellung der Hüfte und des Nackens neige – und ich gehe wegen leidvoller früherer Erfahrungen so früh, dass erst gar keine grossen Probleme auftauchen können.
Auch bei Kindern kann ich nur empfehlen, einen Osteopathen aufzusuchen, sobald einem sein Kind „komisch vorkommt“. Fehlstellungen und Verwachsungen kommen gerade bei Kindern wegen ihrer starken und häufigen Wachstumsschübe oft vor. Nach einem jedem Schub sollte man überprüfen lassen, ob noch alles reibungslos zusammenspielt.

Die Kosten:Leider gelten Osteopathen, die eine mehrjährige medizinische Ausbildung durchlaufen müssen und meist sowieso aus dem medizinischen Bereich kommen, in Deutschland lediglich als Therapeuten. Das bedeutet vor Allem, dass die meisten nicht mit einer gesetzlichen Krankenkasse abrechnen dürfen. Die Kosten belaufen sich pro Behandlung auf von ca 70€ bis hin zu 200€ (wenn man im Raum München lebt) und müssen selbst getragen werden.(Ausnahme sind Privatversicherte und Beihilfeberechtigte, wo je nach Versicherung zumindest ein Teil, wenn nicht alles übernommen wird)
Aber aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Es lohnt sich!

Sonntag, 11. März 2012

Exkurs: Die Leber, Schadstoffe und die Fettverbrennung

Hier möchte ich einmal kurz erläutern, warum es eigentlich auch für den Abnehmerfolg und für das Halten de Gewichts so wichtig ist, möglichst unverarbeitete Lebensmittel ohne Zusatzstoffe zu sich zu nehmen.
Im Kern der ganzen Hexerei befindet sich unsere Leber. Sie hat nämlich hat 2 Hauptaufgaben:
1. soll sie Fett spalten und 2. soll sie die aufgenommenen Schadstoffe wieder aus dem Körper filtern. Ganz klar, wenn sie den ganzen Tag mit der einen Aufgabe vollauf beschäftigt ist, kann sie die andere nicht oder nur unzureichend erfüllen.
Und leider (oder zum Glück) hat der Abbau von Schadstoffen in unserem Organismus immer Vorrang. So kann die Leber - je mehr Schadstoffe im Körper sind - immer weniger Fett zur Verbrennung aufbereiten. Es wird eingelagert, bleibt dort liegen und bei Energiemangel wird nicht etwa das vorhandene Fett herangezogen und verbrannt - nein, unser Körper schreit mit Heisshunger nach der nächsten enregiereichen Nahrungszufuhr!

Dies ist nur sehr vereinfacht und in Kürze dargestellt, ist aber dennoch ein toller Reminder wenn man sich mal wieder fragt, warum man sich denn eigentlich Öko ernähren sollte - obwohl es ja kostenintensiver und aufwändiger ist!

Mittwoch, 7. März 2012

Aktion Agar-Agar

Agar-Agar ist ein pflanzliches Geliermittel, das aus Rotalgen gewonnen wird. In Japan wird es bereits seit dem 17. JH verwendet. Die langkettigen Vielfachzucker des Agar Agar können vom Körper nicht verwendet werden und zählen daher zu den Ballaststoffen.
Agar-Agar geliert im Gegensatz zu Gelatine auch Speisen ohne Zucker oder Säure, und so lässt sich z.B. der Zuckergehalt von Desserts oder Marmeladen nach Geschmack verringern.
Dies eröffnet gerade für figurbewusste Süssschnäbel ungeahnte Möglichkeiten!

Ich möchte allerdings hinzufügen, dass -wenn man sich vor der Gewinnungsart von Gelatine aus Tierhäuten und Tierknochen nicht ekelt- auch Gelatine ernährungsphysiologisch hochwertig ist. Sie besteht aus Collagen und dies ist ein Eiweiss, in dem sich nahezu alle - auch die essentiellen, also nicht vom Körper gebildeten- Aminosäuren befinden.
Die Bindeeigenschaften von Gelatine und Agar Agar sind unterschiedlich, daher bitte nicht die Mengenangaben 1:1 umsetzen!

Schoko-Milch Pralinen:
8EL Milch und 3 EL fein gehackter Bitterschokolade erhitzen. 1/4 TL Agar Agar mit 2 EL Wasser verrühren, dazugeben und 2 min köcheln lasssen. Mischung in Eiswürfelformen füllen und mind 1/2 Std im Kühlschrank festwerden lassen.

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Zuckerfreie Marmelade:
250g Früchte
75g flüssiger Akazienhonig
1/2 Vanilleschote
1,5g Zitronensäure
1/2 TL Agar Agar

Früchte waschen, in kleine Stücke schneiden, in einen Topf geben, honig und zitronensäure einrühren. Vanilleschote aufschlitzen, Mark auskratzen und einrühren.
Alles aufkochen und bei schwacher Hitze 5 min köcheln lassen bis die Früchte zerfallen.
Agar Agar mit 2-3 EL kaltem Wasser anrühren, zugeben und noch 2-3 min bei starker Hitze weiterkochen.
Marmelade sofort abfüllen und stürzen. Im Kühlschrank hält sie einige Wochen.

Dienstag, 6. März 2012

Aktion Hirsegerichte

Hirse-Champignon-Auflauf
Zutaten
1 Ltr. Wasser
500 g Champignons
250 g ganze Hirse
1/2 Becher Soja-Creme
1 Bund Petersilie 2 Stück Zwiebeln
2 - 3 Stück Eier(Eiersatz!)
2 EL Pflanzenöl
1 EL Gemüsebrühe (hefefrei)
Gemüsbrühe z.Würzen
Muskat
Zubereitung:
Wasser zum Kochen bringen. Gemüsebrühe, eine halbierte Zwiebel, und die kurz überbrühte Hirse zugeben. Aufkochen, und mit geschlossenem Deckel bei geringer Energiezufuhr ca. 20 Min. kochen.
Zwischenzeitlich Champignons waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Zweite Zwiebel schälen, würfeln in heißem Fett ca. 10 Min. dünsten. Eiersatz und Soja-Creme verquirlen, mit Muskat, Gemüsebrühe abschmecken. Hirse, Champignons und gehackte Petersilie vermengen, in eine gefettete Auflaufform füllen. Mit Eiersatz und Soja-Creme-Masse übergießen. Bei ca 200 ° ca 30 Min. überbacken.
Zubereitungszeit ca 30 Min-Kochzeit: ca 1 Std.

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Gemüsehirsotto - erledigt 8.3.12
Zutaten
600 ml Gemüsebrühe (hefefrei)
300 g Hirse
250 g Champignons; geputzt blättrig geschnitten
230 g Dose Tomaten
200 g Erbsen, Tiefgekühlt
200 g Karotten in dünne Rädchen
40 g Käse-Ersatz aus dem Reformhaus - gerieben 1 Zwiebel; fein gehackt
1 Bund Petersilie; grob gehackt
1 TL Olivenöl
Zubereitung:
Das Olivenöl nicht zu stark erhitzen, Zwiebeln und Champignons darin dünsten. Karotten und Erbsen beifügen, kurz weiterdünsten. Tomaten zugeben, Gemüsebrühe dazu gießen.
Sobald das Ganze wieder kocht, die Hirse einrühren. Die Hirse sofort auf kleinste Stufe stellen, so daß die Flüssigkeit nicht mehr kocht, und die Hirse zugedeckt 20 bis 30 Minuten quellen lassen.
Gemüsehirse mit einer Gabel sorgfältig lockern, anrichten und mit Petersilie und Reibkäse bestreuen.

Erfahrungen:
Für ein Baby und eine Mutter habe ich 1/4 Paprika, 1/4 Zucchini, 1 Tomate und 3 mittelgrosse Champignons gewürfelt, mit Zwiebelsalz sowie Bärlauch-Pfeffer Salz abgeschmeckt und gut angebraten. Die Hirse vom Vortag dazu (ca 150g) et voila, etwas Parmesan drüber, lecker.
Man muss sich jedoch an die etwas spelzige Konsistenz gewöhnen (vor Allem wenn man vorher wenig mit Vollkornreis gekocht hat), es ist etwas krümeliger als das klassische Risotto aber sicher ab und zu eine nette Alternative. Aber mal ehrlich: Ich steh irgendwie mehr auf Reis. Ist zwar ungesünder (gerade weisser Reis) aber immerhin wirkt er entwässernd...
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gefunden auf http://www.zentrum-der-gesundheit.de/
übrigens eine tolle Seite, auch für andere alternative Gerichte!

Hirse - Info

Ohne viel Vorspiel will ich hier einmal eine Lanze für die Hirse brechen:
Inhaltsstoffe und Vorteile der Hirse:
- Kieselsäure (Silizium):
Dies wirkt wie ein kleiner „Schönmacher“ für Haare, Haut und Nägel.
Silizium leistet einen wichtigen Beitrag für die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes und hilft so, Cellulitis einzudämmen.
Der Hautstoffwechsel wird positiv beeinflusst und die Haut kann Feuchtigkeit besser binden.
Kieselsäure besitzt zudem eine hohe Bindungskraft bei Entzündungserregern – und hilft somit, Entzündungsreaktionen jeglicher Art einzudämmen.
- Eisen:
Der Eisengehalt der Hirse ist einer der höchsten unter den Getreidearten (3x höher als bei Weizen). 50 g Hirse decken den täglichen Eisenbedarf – so bringt Hirse einen wertvollen Beitrag für die Blutbildung. Eisen hilft beim Sauerstofftransport, der Energiegewinnung, bei der Zellteilung und hilft auch gegen chronische Müdigkeit. Damit das Eisen besser aufgenommen werden kann, sollte Vitamin C dazu gegessen werden. Aber Achtung, durch das Eisen wirkt Hirse in grossen Mengen auch stuhlverfestigend.
- Calcium:
Calcium ist bekannterweise maßgeblich verantwortlich für die Festigkeit des Gewebes, der Knochen und Zähne. Vitamin D, das vor Allem durch Sonneneinstrahlung auf die Haut gebildet wird, verbessert die Aufnahme des Calciums.Ausserdem ist Calcium an der Blutgerinnung beteiligt und ein wichtiger Faktor bei der Vorbeugung von Allergien.
- Magnesium:
Magnesium ist sehr bekannt und essentiell für die Muskelaktivität und die Energiegewinnung. Magnesium hilft bei Übersäuerung des Körpers.

- wirkt basenbildend:
Getreide wie Roggen oder Weizen gelten als säurebildend und verschleimend. Dies hat vor Allem Auswirkungen bei Erkältungen oder auch Cellulitis. Wobei ich hier anmerken möchte, dass die Theorie des übersäuerten, verschlackten Körpers kontrovers diskutiert wird.
- ist glutenfrei

Hirsekörner enthalten etwa 70 % Kohlenhydrate, circa 10 % Eiweiß und bis zu 5 % Fett. Im Öl der Hirse sind Vitamin E, Provitamin A und verschiedene B-Vitamine enthalten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können.

Siehe hierzu auch meine Erfahrungen mit Hirsebrot (siehe Brotprojekte) und aus der Aktion Hirsegerichte!

Montag, 5. März 2012

Aktion Gewürzsalze

Rucolasalz
1 handvoll Rucola aus dem Garten
15 schwarze Pfefferkörner
3 EL Salz
nussig, für Salat, Gemüse, Meeresfrüchte. Tischsalz!

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Verbenensalz
1 handvoll Verbene
1 TL Knoblauchgranulat
ggf 0,5 TL Zitronenschale
3 EL Salz

Fisch, Suppen, Pasta, Kräuterbutter, Dressings, Brotaufstriche, Brot

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Minze-Zitronensalz
1 EL Minze getrocknet
1 Stängel Zitronengras (Zitronenmelisse, Zitronenverbene, alles was frisch schmeckt, ggf auch Tee)
2 Kardamomsamen, ganz
3 EL Salz
Sommersalz: Salate, Dressings, Gemüse, Reisgerichte, Asiatisches, Fleisch, Meeresfrüchte

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Orange-Ingwer Salz
1 EL Orangenschale (oder andere Zitrusfrucht nach Geschmack)
1 EL Ingwer
3 EL Salz

schön asiatisch, frisch und spicy
Wers scharf mag, nimmt noch 1-2 TL Wasabi

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Rosen-Chili-Salz
1 TL Pfefferkörner
1 TL Chiliflocken
1 TL getrocknete Rosenblüten
50g Salz

Edles Tischsalz - hübscher ist es fast wenn man nur Chilies verwendet
Auch als Zucker der Hit!

Sonntag, 4. März 2012

Aktion Kräuterterrasse

Achtung Achtung, dieses Jahr versuche ich meinen schwarzen Daumen zu überwinden, und Kräuter in Töpfen auf der Terasse zu ziehen.
2 qm im Garten für eine Kräuterschnecke freizukämpfen, auf die Gefahr hin,dass ich nach einem Sommer doch weder aufgebe, traue ich mich noch nicht so recht.

Hier also die Liste der Kandidaten (erledigtes mache ich fett):
Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Kamille, Minze, Melisse, Rosmarin

Ergänzung:
Jetzt werde ich grössenwahnsinning und versuche es auch mt ein paar einfachen Gemüsen:
Rucola,Kresse,Kohlrabi, Frühlingszwiebeln

In Omas Gemüsegarten haben wir: Tomaten, Zucchini, Gurken, Salat, Rhabarber, manchmal Paprika, Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und noch einiges anderes mehr, das ich nicht zuordnen kann (bisher) und dessen Erntezeit ich auch meist verpasse.

Da steht dem Selbstversorger-Sommer ja quasi nichts mehr im Wege.
Mal sehen wers überlebt, im April gehts los!

Update: Habe mir ein "Gärtnern für Anfänger" Buch gekauft - mal sehen obs hilft!
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Es ist April.
Ich habe mit Kresse angefangen - und bin gescheitert... Das mit dem jeden Tag giessen hat gut begonnen - aber dann wurden wir alle 3 krank... Naja und alles Weitere ist Geschichte.
Falls das Wetter noch einmal gut werden sollte dieses Jahr gehts aber los mit den ersten Balkongewächsen... Mal schauen wie lange die überleben. :)

Update 24.4.12:
Hey, ich war gestern seit längerem mal wieder draussen (endlich war das Wetter mal so gut). Und als ich an dem ungeliebten Kresse Topf vorbeikam, den ich gefrustet nach draussen verbannt habe, ein Wunder! DIE KRESSE LEBT!!! Schön saftig grün, richtig lecker sieht sie aus!
Jetzt weiss ich nicht ob das der Regen geschafft hat, oder ob die Schwiegermama heimlich gegossen hat. ;)
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Update 24.4.12:
Meine ersten Opfer sind da: Basilikum und Rosmarin.
Noch stehen sie brav auf der Küchenfensterbank und sind schön saftig grün und duften wunderbar.
Um ihre Überlebenszeit zu verlängern habe ich Aufkleber auf die Töpfe mit genauen Giessanleitungen geklebt und die Giesskanne direkt daneben gestellt. So kann doch eigentlich gar nichts schiefgehen, oder?...
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Update 7.5.12:
Wir haben seit 3 Tagen Zuwachs:
Eine Minze, eine Melisse und ein Schnittlauch wohnen nun bei uns. Diese 3 sehen genau wie der Basilikum vom 24.4. 12 noch sehr glücklich aus.

Der Rosmarin lebt nur noch auf der rechten Seite. Ich persönlich schiebe das ja auf die Qualität der Pflanze, denn wie kann es sein, dass der mimosenhafte Basilkum lebt und der Rosmarin stirbt???
Die Kresse ist auch wieder tot. Ich habe beschlossen ich finde dieses Gewächs doof.

Ich halte Euch über unsere neuen Mitbewohner auf dem Laufenden!

Das supergesunde und schnelle Kaltofenbrot

Brot backen kann so einfach sein.

Ich tauche ein in die Welt der Kaltofen-Brote.
Das Praktische daran ist: Man stelt den Brotteig in den kalten Ofen. :)
Das Grundrezept (aus Chefkoch.de)
500g Vollkorn-Dinkel Mehl
150g Körner
500ml Wasser
2 TL Salz
2 EL Essig
1 Würfel Hefe (oder 2 Packerl Hefe)

Das mischt man zusammen zu einem relativ flüssigen Teig, füllt ihn in eine Form, stellt es in den Ofen, stellt den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze ein und bäckt es 1 Std.
Saulecker, gelingt immer und je nachdem welche Körner man reintut, schmeckt es immer anders.

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Als nächstes wollte ich etwas Brotgewürzsalz zufügen:
20g Petersilie
10g gemahlener Koriander
10g Kümmel
5g Kamillenblüten (falls vorhanden)
5g Anis
5g Fenchel (lustigerweise tuts da auch Fencheltee)
ein wenig Verbene kann das ganze noch abrunden

oder gleich Verbenensalz:
1 handvoll Verbene
1 TL Knoblauchgranulat
ggf 0,5 TL Zitronenschale
3 EL Salz
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Hirsebrot - erledigt 7.3.12
500g Dinkel Vollkornmehl
50g Hirse (150ml Salzwasser zum kochen)
2 Päckchen Hefe
2 grosse TL Salz
2 EL Essig
0,5 l warmes Wasser

Ich habe 150 ml Salzwasser erhitzt, die Hirse 10 min gekocht und dann bei sehr kleiner HItze 30 min ausquellen lassen.
Dann heisst es alle Zutaten zumischen, mit etwas Körnern bestreuen, in den kalten Ofen schieben und 1 Std auf mittlerer Schiene bei 200 Grad Ober/Unterhitze backen. Ggf braucht dieses Brot etwas länger, Garprobe machen!

Sehr saftig und locker. Und dank der ganzen Hirse und des Vollkornmehls sind alle Vitalstoffe noch voll enthalten! Ich war von dem Geschmack hellauf begeistert. Ein Vollkornbrot, das nicht "vollkornig" schmeckt. Man kann es also auch holländischen oder amerikanischen Gästen anbieten! :)

Update 7.4.12:
Wer sein Brot nicht ganz so "nass" mag: 100g gequollene Hirse und 50g kernige Haferflocken, dann 10 min länger backen. Und schon hat es die Konsistenz von "normalem" Roggenbrot.
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Weizen-Roggenbrot - erledigt 16.3.12
Eine gute Nachricht für alle, die den klassischen Geschmack von Weizen und Roggen immer noch dem Dinkel vorziehen:
Das Kaltofenbrot funktioniert auch wunderbar mit 350g Weizenvollkornmehr und 150g Roggenvollkornmehl.
Keine Zugabe von Natursauer (Sauerteigansatz in Pulverform) oder gar frischem Sauerteigansatz nötig! :)

Aber Achtung, Weizen und Roggen sind auch im Vollkornzustand um einiges Innsulinwirksamer als Dinkel!
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Leinsamen-Brot - erledigt 1.4.12
Leinsamen sind die gesunden Klassiker. Ich habe mit Schrot gearbeitet, dieser ist gesundheitlich wirksamer als der ganze Samen, da durch die aufgebrochene Struktur die Wirkstoffe schneller zur Verfügung stehen. Und 100g Leinsamen Schrot mit 50g Pinienkernen hinzugegeben.
Die Leinsamen machen das Brot ein klein wenig bitter, das nächste Mal würde ich mehr Pinienkerne hinzugeben. Ich rede jetzt von einem sehr leichten Nebengeschmack, das Brot ist jetzt nicht "bitter" im klassischen Sinne. Es hat es auch in dieser Mischung gut geschmeckt. Meine einjährige Tochter hat es mit Begeisterung gegessen - also so stark kann der Geschmack nicht gewesen sein. :)
Noch etwas was ich gelernt habe: Pinienkerne nicht als Deko oben draufstreuen, die verbrennen beim backen.(eigentlich logiscch)  :/

Exkurs: Leinsamen:
Leinsamen wirken durch ihre aufquellenden Schleimstoffe extrem Verdauungsfördernd. UNd gilt damit als "Darmputzer".
Daneben stecken in Leinsamen etwa 25 Prozent Ballaststoffe, ca. 25 Prozent Eiweiß und 30 bis 45 Prozent Fett. Aber keine Panik, das Fett setzt sich vor Allem aus dem gesunden Öl-, Linol- und Linolensäuren zusammen. Letztere gehört zu den Omega-3-Fettsäuren, welchen zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden. Studien weisen darauf hin, dass Leinsamen in ihrer Zusammensetzung zB Prostata-, Dickdarm-, und Brustkrebs sowie Herz-Kreislauf Erkrankungen vorbeugen können.
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Gemüse-Brot - erledigt 5.5.12
Da meine kleine Tochte nicht so viele grobe Körner verträgt, habe ich ein Gemüsebrot versucht - sehr lecker.

Statt der 150g Körner aus dem Grundrezept habe ich 50g Sesam und Leinsamenschrot (je 25g) gemischt. Dann habe ich Ca 70g Karotte und 30g Zucchini fein geraspelt, mit etwas fein gehacktem Rucola vermischt und alles unter die Grundmischung des Brotes gequirlt. Statt 2 TL Salz habe ich 3 TL Kräutersalz verwendet.

Das Brot braucht ca 5 Min länger im Ofen um die Feuchtigkeit aus dem Gemüse auszugleichen.

Es hat nicht so viel Biss wie die Körner Variante (logisch), schmeckt aber saftig-herzhaft, wenn auch etwas neutraler als das Grundrezept. Super wenn mans auch mal süß mag aufs Brot.
Dafür wartet es mit weniger Fett auf ohne dabei an Balaststoffen einzubüßen.
Ich berichte von meinen weiteren Back-Erfolgen!