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Donnerstag, 12. Juni 2014

Gesundes Essen für Eilige

Den heutigen Artikel widme ich allen Berufstätigen, Eiligen und... ja, Männern!
Klar Jungs, Ihr dürft euch jetzt diskriminiert fühlen! :)
Rein faktisch ist es jedoch so, dass Männer tendenziell weniger Wert auf gesunde Ernährung legen und laut Umfagen auch weniger Zeit für die Zubereitung aufwenden möchten.

Gute Nachrichten! Es gibt 1000 kleine Kniffe, mit denen man sich den Kochalltag erleichtern kann.

All diese Ideen basieren darauf, dass Ihr, wenn Ihr sowieso gerade kocht, immer etwas mehr macht. Was im Kühlschrank liegt, dauert nur zwei Minuten zum aufwärmen und es "muss weg". Daher ein gutes Argument, dem Pizzaboten abzuschwören und lieber die guten Dinge im Kühlschrank zu geniessen. Das geht mit den vorbereiteten Sachen sogar schneller als die Pizza da sein kann. :)

Ich ordne die Tipps nach den drei lebensnotwendigen Stoffen Vitamine, Kohlehydrate und Eiweiss an. Es ist nämlich nicht immer leicht, genügend Eiweiß und Vitamine wie Mineralstoffe zu sich zu nehmen, wenn man so wenig Zeit wie möglich fürs Kochen und die Zusammenstellung der Gerichte aufwenden möchte. fett lasse ich mal aussen vor, das kriegen wir in der heutigen Ernährung ohne weiteres in Ausreichender Menge zusammen. :)
Ausserdem werde ich hier nicht auf die Benefits der einzelnen Lebensmittelgruppen eingehen, dazu habe ich in anderen Beitragen bereits genug gesagt. :)

Jetzt aber los!

1. Vitamine

a) Gemüse
-Gemüse gehört in den Kühlschrank ins Gemüsefach. Dort bleiben die Vitamine einfach besser erhalten, auch wenn du es schon vorgeschnitten hast. Es gibt doch nichts besseres als frische Gemüsesticks zu knabbern. In kleine portionsgerechte Tütchen verpackt halten sie sich locker eine Woche.
- NICHT in den Kühlschrank gehören: Tomaten, Paprika, Süßkartoffeln, Zucchini und Zwiebeln. Diese erhalten ihre Inhaltsstoffe und Aromen viel besser bei Zimmertemperatur und sehen dazu noch appetitlich aus und machen Lust auf mehr.
 - Wenn du gerade Gemüse für eine Mahlzeit zubereitest, schnibbel ein wenig mehr davon und koche es sehr bissfest vor. Bissfest deswegen, weil der Rest beim Aufwärmen nachgart und so einfach mehr von den wertvollen Inhaltsstoffen erhalten bleiben.
- Kleine Landgurken auf Augenhöhe im Kühlschrank aufbewahren. Weniger Aufwand für einen erfrischenden Snack fast ohne kalorien geht nicht.
- Salate grob zupfen und in Portionsbeuteln im Kühlschrank aufbewahren. Dann gibt es keine ausrede mehr. Der Salat ist quasi schon fertig, ein paar Geflügelstreifen und Dressing dazu...et voila. :) Zeig mir den Pizzamann, der so schnell da ist. ;)
- Gemüse backen. einfach das in Scheiben geschnittenes Gemüse auf ein Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene bei 200 grad ca 20 min backen bis sich eine deutlich Röstung zeigt. Das ist eine fettarme Zubereitung, geht wunderbar nebenbei während man gerade etwas anderes macht und hält sich klasse im Kühlschrank, weil das Gemüse durch das nicht vorhandene Fett nicht "einmatscht" bei der Aufbewahrung.
- Hacke frische Kräuter und bewahre sie in kleinen Tütchen im Kühlschrank auf. Immer erst frisch vor dem Verzehr über das Essen geben. So werden sie nicht bitter und bahalten all ihre gesunden Wirkstoffe

b) Obst:
Über Obst brauche ich nicht viel schreiben. Es gibt genau gar keinen Grund dafür, kein Obst im Haus zu haben. Hier stelle ich meine Lieblings Obstsorten vor:
- Heidelbeeren: Pralle Vitaminbomben mit massig Antioxidantien.
- "An apple a day keeps the doctor away." Pektine, viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe haben diesen Spruch mittlerweile wissenschaftlich bewiesen.
- Erdbeeren: Die kleinen roten Powerfrüchte haben mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen!!
- Avocados: Ja, sie haben sehr viel Fett - aber immerhin das Gute, mehrfach ungesättigte! Ausserdem sind sie prall gefüllt mir essentiellen fettlöslichen Vitaminen. Als Zugabe zum Salat immer ein Genuss!
- Bananen: Perfekt für den Hunger zwischendurch. Ja, sie sind sehr Kohlehydrat- und fruchtzuckerhaltig, dafür stillen sie den kleinen Hunger effektiv. Ausserdem macht der Anteil an Kalium, Zink und einigen anderen Vitaminen dieses Problemchen wieder mehr als wett.

2. Kohlenhydrate

- Nudeln können super sehr bissfest vorgegart in Tüten verpackt werden. Der Rest gart beim Aufwärmen nach. Schneller kann eine Mahlzeit nicht fertig sein.
- Das Gleiche gilt für Reis und Kartoffeln. So hat man abends nach der arbeit schnell alles für eine perfekte Mahlzeit bereit.

3. Eiweiß

- Koche einige Eier hart und bewahre sie im Kühlschrank auf. Toll für den herzhaften Hunger zwischendurch oder zum Aufpeppen eines Salates.
-Gefrorene Fischfilets ab in die Kühltruhe! (ohne Zusätze, das ist klar - wetr glaubt denn ernsthaft, dass ein Iglo Schlemmerfilet gesund ist?). Die sind in der Mikrowelle super schnell aufgetaut und brauche nur wenige Minuten bis sie durchgegart sind.
- Hähnchenbrust vorgaren und in Würfel oder Streifen schneiden. Auch gut zum Naschen, für den Salat oder in der Nudelsoße.
- Mehrere Naturjoghurts griffbereit im Kühlschrank lagern. Mit Marmelade oder Obst ein traumhafter Sommergenuss.
- Dosenthunfisch im eigenen Saft hat kaum Kalorien und spendet viel Eiweiß.

Die empfohlene Menge Eiweiss im Alltag zu sich zu nehmen ist gar nicht so ohne.
Um seinen Bedarf an Eiweiss zu decken, empfehle ich täglich mindestens ein Ei und einen Joghurt sowie eine Portion Fisch oder Fleisch zu essen.
Der Rest des Bedarfes füllt sich an den meisten Tagen automatisch durch Milch, Käse oder Aufschnitt zu den anderen Mahlzeiten.


So, das war jetzt alles nichts erstaunlich Neues. Aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass man an solche einfachen Kniffe schlicht immer mal wieder erinnert werden muss.
Also, viel Spaß mit Euren gesunden und frischen Sommerabendessen. :)

Eure Britta

Montag, 17. Juni 2013

Saft ist nicht gleich Saft- Ein Wegweiser für den Saftladen

Im letzten Artikel ging es um die Vor-und Nachteile von Saftschorlen.
Das hat bei manchem sicher die Frage aufgeworfen:
Was ist "guter" Saft?
Welchen Saft nehme ich denn nun für meine Sommerschorle?

Mein Wegweiser für den Supermarkt:

Saft ist nicht gleich Saft. Das ist glaube ich jedem klar. Aber wie gross die Unterschiede sein können offenbart sich erst nach einem Blick in die Getränkeverordnung und auf das Etikett der Inhaltsstoffe:

Fruchtsaft: 
Nur wo "Saft" draufsteht, ist auch zu 100 Prozent Saft drin. Eine Nachzuckerung oder die Verwendung von Aromen und anderen Zusatzstoffen ist nur in Ausnahmefällen erlaubt und muss deklariert werden. Diese Deklarationspflicht ist bei allen anderen Saftvarianten (s.u.) sehr viel offener gestaltet. Man weiss daher nur bei der Bezeichnung "Fruchtsaft" und ihren Unterkategorien exakt, mit welchen Mitteln bei der Herstellung gearbeitet wurde.

- Direktsaft (Unterkategorie von Fruchtsaft)
wird nach dem Pressen sofort weiterverarbeitet. Er wird zunächst gefiltert und dann zur Haltbarmachung pasteurisiert. D. h. er wird kurz und schonend auf 80 bis 85 °C erhitzt. So kann der Gärungsprozess nicht einsetzen und die Haltbarkeit des Saftes garantiert werden. Anschließend wird der Direktsaft abgefüllt und sozusagen sofort auf den Weg zum Verbraucher gebracht oder für eine spätere Abfüllung in Tanks steril gelagert. In den letzten Jahren ist der Direktsaft in der Gunst der Verbraucher kontinuierlich gestiegen. Man ist auch bereit, den in der Regel höheren Preis zu zahlen. Im Vergleich zu Fruchtsaftkonzentrat entstehen höhere Kosten für Lagerung und Transport. Die Verkehrsbezeichnung ist „Fruchtsaft“. Die zusätzliche Kennzeichnung als „Direktsaft“ kann freiwillig erfolgen.

- Fruchtsaft aus Saftkonzentrat: (Unterkategorie von Fruchtsaft)
Um Fruchtsaftkonzentrat zu gewinnen, entzieht man dem frisch gepressten Saft bei niedrigen Temperaturen unter Vakuumbedingungen Aroma und Wasser. Der Fruchtsaft wird dann bis auf circa ein Sechstel seines ursprünglichen Volumens verdichtet. Fruchtsaftkonzentrat und Aroma werden getrennt voneinander in Tanks gelagert oder transportiert. Bei Orangensaftkonzentrat erfolgt das z. B. bei -15°C.
Nachdem Fruchtsaftkonzentrat und Aroma ihren Bestimmungsort erreicht haben, werden beide Komponenten je nach Bedarf wieder zusammengefügt und mit besonders aufbereitetem Trinkwasser rückverdünnt. Der Fachmann spricht von Rekonstituieren oder Anmischen. Vor der Abfüllung in Flasche oder Kartonverpackung wird der Fruchtsaft durch Pasteurisation haltbar gemacht. Die Verkehrsbezeichnung ist „Fruchtsaft“ mit der Ergänzung „aus Fruchtsaftkonzentrat“.
Die Vorteile von Fruchtsaftkonzentrat: Durch den Konzentrationsprozess kann der benötigte Lager- und Transportraum beachtlich verringert werden. Das reduziert die Kosten und zeigt entsprechend positive Auswirkungen auf die Umwelt. Darüber hinaus ist es möglich, die Abfüllung des Fruchtsaftes kontinuierlich nach Bedarf vorzunehmen, also auch über die Zeit der Ernte hinaus. Deshalb lassen sich durch die Lagerung von Fruchtsaftkonzentraten Jahre mit einer geringen Obsternte ausgleichen. Fruchtsaftkonzentrat behält die Qualität auch bei längerer Lagerzeit.
Durch die o.g. Vorteile ist die Verwendung von Konzentrat zur Saftherstellung für die Industrie kostengünstiger und planbarer. Das zieht jedoch einen Nachteil mit sich:
Es lohnt sich für die Hersteller, das Konzentrat mit weniger Wasser aufzufüllen, als es im Original hatte. Der Effekt: der Saft wird durch den konzentrierteren Anteil an Fruchtzucker süsser und kalorischer. Trotzdem dürfen die Hersteller bei diesem Verfahren weiterhin die Deklaration "100% Saft, ohne Zuckerzusatz" verwenden, was ein deutliches Verkaufsargument ist.

- Naturtrüber Fruchtsaft: (Unterkategorie von Fruchtsaft)
Für die Produktion eines naturtrüben Saftes werden verlesene und gewaschene Äpfel in einer Mühle zu Maische zerkleinert und aus dieser in Obstpressen der Saft gewonnen. Um ihn keimfrei und haltbar zu machen, wird der Saft kurz auf zirka 85 Grad erhitzt (pasteurisiert). Bei diesem Vorgang entsteht naturtrüber (ungefilterter) Apfelsaft bzw. Apfelsaft mit Fruchtfleisch. Naturtrübe Säfte sehen so aus, als ob sie gerade frisch gepresst worden wären. Doch ganz ohne den Einsatz von Hilfsmitteln geht es auch hier nicht. Um das Absetzen des Fruchtfleisches am Boden zu verhindern, werden z. B. Enzyme zugesetzt.

Fruchtnektar: 
Je nach Obstsorte enthält Nektar einen Anteil von 25 Prozent (Johannisbeeren) bis 50 Prozent (Orangen) Frucht. Der Rest ist Wasser. Außerdem darf der Hersteller bis zu 20 Prozent Zucker zusetzen ohne dies gesondert deklarieren zu müssen.

Fruchtsaftgetränk: 
Erfrischungsgetränke, die zwischen mindestens 6 Prozent (Zitrusfrüchte) bis 30 Prozent (Kernobst und Trauben) Fruchtsaft enthalten. Dazu kommen Wasser, Zucker oder Süßstoff und Aromen. Im Schnitt enthalten Fruchtsaftgetränke 12 Prozent Zucker, das meiste davon ist zugesetzt. Steht der Zucker auf der Zutatenliste vor dem Fruchtsaft, ist mehr Zucker als Fruchtsaft in der Flasche.

Fruchtlimonaden: 
Der Fruchtgehalt liegt zwischen mindestens 3 Prozent (Zitrusfrüchte) und 15 Prozent (Kernobst und Trauben) in Form von Fruchtsaft, Fruchtmark oder einer Mischung daraus. Daneben enthalten Limonaden Wasser, Aromen, Zitronensäure und einen Zuckergehalt von mindestens (!) 7 Prozent. Bei kalorienreduzierter Limonade wird der Zucker ganz oder teilweise durch Süßstoff ersetzt. Zugesetzte Kohlensäure (CO2) sorgt fürs erfrischende Prickeln.


Fazit:

Für ein gesundes Saftschorle eignet sich primär Direktsaft, da dieser zu 100% aus der Frucht besteht.
Es kann auch Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat verwendet werden, ich persönlich bin davon jedoch nicht so begeistert, da
es a) gegen mein persönliches Verständnis geht, warum ich eine Frucht zunächst in ihre Bestandteile aufspalten sollte, was nie ohne Einsatz von chemischen Hilfsmitteln funktioniert (die übrigens auch wenn sie noch im Produkt enthalten sein sollten nicht auf dem Etikett angegeben werden müssen, da sie nur zum Herstellungsverfahren gehören und nicht zum Produkt) um es dann wieder zusammenzusetzen, was wiederum nicht ohne Chemie gelingt
b) der Anteil am verbleibenden Fruchtzucker oft höher ist als im Originalsaft
und c) viele Vitamine nicht beständig genug sind, um das Extraktionsverfahren zu überstehen. Vitamin C ist hier die rühmliche Ausnahme. (Immerhin). :)

Bei manchen Früchten ist es leider nicht möglich, einen Direktsaft herzustellen, da dieser in reiner Form nicht trinkbar wäre.
So wäre zB Kirschsaft zu sauer, Pfirsichsaft oder Bananensaft zu dickflüssig etc.
Hier sollte man dennoch darauf achten, dann einen Saft aus Konzentrat zu nehmen, der mit mehr Wasser aufgefüllt werden kann und dennoch nur die Bestandteile der eingedickten Frucht besitzt. Sobald wir zum Nektar etc greifen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Zucker und Aromen zugesetzt, die nicht gesondert deklariert werden müssen. Leider ist es bei einigen exotischen Früchten oder gar Fruchtmischungen nahezu unmöglich etwas anderes als einen Nektar zu finden, da diese in der Herstellung günstiger sind und den Geschmacksmustern des Verbrauchers durch die erlaubten Zusatzstoffe leichter angepasst werden können.

Ich sage jetzt nicht, dass der Genuss eines solchen Getränkes uns alle umbringt, man sollte sich jedoch bewusst sein, was genau man damit zu sich nimmt. Und als Dauergetränk sollte man dann doch zu naturbelasseneren Produkten greifen, um eine Dauerbelastung des Körpers auszuschließen.

Wie immer: Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich auch hier! :)


Apfelschorle: Was ist dran am Fitnessgetränk?

Endlich ist das Wetter schön geworden, und was tut da besser, als eine kühle Saftschorle?
Die Deutschen halten den Weltrekord im Safttrinken: Pro Jahr sind es mehr als 40 Liter Fruchtsaft, die jeder von uns trinkt. Apfelsaft ist dabei mit einem Jahresverbrauch von etwa 13 Litern unser beliebtestes Fruchtsaftgetränk. Ihm werden nahezu Wunderkräfte nachgesagt: Isotonisch, revitaminisierend und mineralisierend, dabei so gesund.. Aber stimmt das auch?

Heute nehmen wir den Klassiker Apfelsaftschorle einmal näher unter die Lupe:
Was ist dran? Wo ist Vorsicht geboten?

Zunächst einmal kühle Fakten:
0,2 l Apfelsaft enthalten im Durchschnitt:
0,14 mg Provitamin A
77 mg Vitamin C
0,2 mg Eisen
240 mg Kalium
12 mg Calcium
10 mg Magnesium
8g Natrium

Man sieht: Apfelsaft ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen
Zusätzlich sind die Spurenelemente Kupfer, Zink, Chrom und Molybdän sowie die Vitamine B1, B6, Pantothensäure und Folsäure in den Apfelsäften enthalten. Dies ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam für die Gesundheit: Die Inhaltstoffe des Apfelsaftes können Krebs hemmen, sie reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und helfen bei der Vorbeugung von Arteriosklerose. Vor dem Frühstück getrunken, soll ein Glas voll naturtrüben Apfelsaftes auch helfen, einen trägen Darm wieder auf Trab zu bringen. Der hohe Gehalt an Kalium und Fructose kann außerdem dazu beitragen, den Blutzucker zu senken.

In jedem Liter Saft stecken die Inhaltsstoffe von drei Kilogramm Äpfeln. Trotzdem sollte niemand glauben, dass das Trinken von Saft den Verzehr ganzer Äpfel überflüssig macht, denn den Säften fehlen zum einen die sekundären Pflanzenstoffe (Hier ist in erster Linie das unter der Schale sitzende Pektin zu nennen, das gut für unseren Cholesterinspiegel ist. Äpfel sollten deshalb auch nicht geschält werden.) und zum anderen auch die Ballaststoffe, die im ganzen Obst enthalten sind und unsere Darmflora und Darmbewegung auf Trab halten.

ABER: Apfelsaft hat viel Zucker
Mit 40 bis 50 Kalorien pro 100 ml bringt es der gesunde Apfelsaft auf ebenso viele Kalorien wie die viel geschmähte Cola, die mit durchschnittlich 45 Kalorien zu Buche schlägt! Gerade als Durstlöscher kommt der kalorienreiche Apfelsaft in reiner Form nicht in Frage, denn mit nur einem Liter Apfelsaft am Tag nimmt man rund 500 Kalorien in flüssiger Form zu sich. Bei einem täglichen Kalorienverbrauch von etwa 2.000 Kalorien (durchschnittlicher Erwachsener), würde ein Viertel des Energiebedarfs damit bereits abgedeckt sein. Diese flüssigen Kalorien können ebenso zu Übergewicht führen wie die Kalorien, die man aus fester Nahrung bezieht, aber im Gegensatz zu diesen sättigen sie nicht, was das Problem noch verschärft.

Und noch ein eher unbekannter Fakt:
Mengen von mehr als 35 Gramm Fruchtzucker wirken abführend. Diese Mengenangaben beziehen sich wohlgemerkt auf gesunde Personen, wobei zu bedenken ist, dass rund ein Drittel der Deutschen wegen einer bestehenden Fructoseintoleranz schon bei viel kleineren Mengen mit Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen reagiert.

Das bedeutet jedoch auf keinen Fall, dass es egal ist, ob man nun Saft oder ein Limonadengetränk zu sich nimmt. Denn eine Limonade oder Cola ist oft mit sehr vielen unnatürlichen Zusatzstoffen versetzt, die den Körper und die Leber gerade von Kindern belasten. Ausserdem fehlen ihnen jegliche der oben aufgeführten positiven Aspekte des Saftes.
Auch vor mit Vitaminen und Mineralien angereicherten Limonaden (oder 'Sportgetränken') sollte man sich hüten. Neueste Studien haben herausgefunden, dass Vitamine und Mineralien in isolierter und chemisch hergestellter Form vom Körper nicht im gleichen Maße erkannt werden wie natürliche Vitamine und daher schlechter bis gar nicht verwertet werden können.

Fazit:
Ja, Apfelsaft hat sehr viele positive Eigenschaften, die negativen Eigenschaften dürfen jedoch nicht ausser acht gelassen werden.

Soweit, so schlecht, könnte man sich nun denken.

Was trinke ich nun, wenn ich im Sommer viel schwitze?

Antwort: Die Mischung machts!


Fitnessdrink Apfelsaftschorle
Eine Schorle aus 1 Teil Apfelsaft und 3 Teilen Mineralwasser ist eine optimale Zusammensetzung.
So kann man  sich die positiven Eigenschaften des Saftes zunutze machen und gleichzeitig die Kalorienzufuhr senken.

Das Mineralwasser sollte am besten einen hohen Anteil an Mineralstoffen wie Natrium, Magnesium und Calcium haben. Die Kohlenhydrate aus dem Saft gelangen schnell ins Blut und bringen den Körper und unsere grauen Zellen auf Trab. So kann das erfrischende Getränk während langer Besprechungen oder bei Autofahrten sowohl die Gedächtnisleistung als auch die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit verbessern. Durch einen konstanten Blutzuckerspiegel können außerdem Heißhungerattacken vermieden werden.
Ausserdem prickelt und erfrischt es und schmeckt einfach gut.

Aber Achtung: Bitte die Hände weg von vorgemischten Saftschorlen (zB. Lift). Diese Getränke sind stark mit Zucker versetzt und enthalten wenig natürlichen Fruchtsaftanteil und oft viele Aromen.
Am besten schmeckt es doch immer noch selbst gemischt. Und: dann hat man die Qualität selbst in der Hand.

So, ich hoffe ich konnte mit einigen Vorurteilen aufräumen.
Im nächsten Artikel geht es dann darum, wie man "guten" von "schlechtem" Saft unterscheidet.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Abwehr-Special: Mit Ingwer und Lauch auf in den Kampf!

Für meinen lieben Freund Gregor, der ständig erkältet ist, hier das Vitamin Special, das speziell die Abwehr auf Trab bringt.
Ich schreibe hier nur die etwas exotischeren Rezepte auf, die Klassiker findet ihr wie immer unter chefkoch.de.

Ein Wundermittel für die Abwehr ist Ingwer
Info:
Glutathion, das wichtigste wasserlösliche Antioxidans in unserem Körper, stimuliert das Immunsystem. Das tut es indem es die Funktionen der weißen Blutkörperchen anregt. Eine regelmäßige Einnahme von Ingwer wirkt einer krankheitsbedingten Abnahme von Glutathion entgegen. So unterstützt Ingwer unser Immunsystem bei der Krankheitsabwehr.

Ingwer lindert Schmerzen
Die Inhaltsstoffe aus dem Ingwer hemmen das gleiche Enzym (Cyclooxygenase) im Körper wie Acetylsalicylsäure (enthalten in Aspirin). Der Wirkstoff lindert darüber Schmerzen, dämmt Entzündungen ein und hemmt die Blutgerinnung.

Probates Mittel gegen Übelkeit und Brechreiz
Weitaus bekannter ist, dass die Knolle gegen Reiseübelkeit hilft. Inhaltsstoffe aus Ingwer mindern Übelkeit und Brechreiz, und zwar vergleichbar gut wie das chemische Mittel Dimenhydrinat. Es wurde  herausgefunden, dass die Wirkstoffe an Serotonin-Rezeptor-Ionenkanälen angreifen, die am Erbrechen beteiligt sind.

Achtung:
Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte vorsichtig mit Ingwer würzen. Denn der Scharfmacher bewirkt, dass mehr Magensäure gebildet wird. Deshalb kombiniere ich ihn in meinen Gerichten gerne mit Reis oder etwas Brot. Die beiden haben magensäure-aufsaugende Eigenschaften und Reis ist zudem stark Kaliumhaltig, was der Säure zusätzlich entgegenwirkt.

 Tabu ist Ingwer außerdem für Menschen, die zu hohen Blutdruck haben oder an Gallensteinen leiden. Sonst gilt Ingwer als sehr gut verträglich.

Rezepte:

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Hier ein tolles Rezept für einen sommerlichen Eintopf, der dennoch alle immunpushenden Bestandteile der klassischen Wintergemüse enthält:
Spice up your Eintopf!

Wirsing, (ca. 1 kg)
300 gMöhre(n)
400 gKartoffel(n)
50 gBacon, in Scheiben
Bratwürste
Zwiebel(n), gewürfelt
Knoblauchzehe(n), fein gewürfelt
10 gIngwer, sehr fein gewürfelt
750 mlBrühe
100 mlSahne
1 ELKümmel, gemahlen
1 ELSenf, medium
1 ELSenfkörner, gemahlen
1 ELOlivenöl
Muskat, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 45 Min. Schwierigkeitsgrad: normal 
Wirsing hat zwar das ganze Jahr über Saison, aber in den Sommermonaten ist er nicht so stark gekraust und mit seinem lockeren Kopf und dem hellen, zarten Herz ist er ein echtes Feingemüse, das auch für die Gourmetküche schon lange entdeckt worden ist.

Zunächst Wirsing vierteln, den Strunk herausschneiden und die Kohlstücke grob klein schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Möhren mit dem Sparschäler abziehen, längs vierteln und würfeln.

Bratwürste pellen, längs vierteln und würfeln. Baconscheiben ebenfalls würfeln. Bacon mit etwas Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur ausbraten, Bratwurstwürfel zufügen und anbraten, dann Ingwer-, Zwiebel- und Knoblauchwürfel zufügen und bei mittlerer Temperatur langsam braten.

Wirsing, Möhren und Kartoffeln in der Brühe erhitzen und etwa 15 Minuten langsam köcheln lassen, bis der Kohl weich geworden ist. Pfanneninhalt und Sahne zufügen, unterrühren und den Eintopf mit den restlichen Zutaten abschmecken. Evtl. kann etwas Zitronensaft und eine Prise Zucker das Geschmackserlebnis noch weiter fördern.
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Hier etwas mit viel Substanz für die Männer unter uns:
Feuriges Rindsragout

Zutaten


1 kgRindfleisch, mager
4 ELÖl
Salz und Pfeffer
Zwiebel(n)
2 ELTomatenmark
1 ELMehl
1/8 Wein, rot
500 mlBrühe (Instant)
Salz und Pfeffer
2 Zehe/nKnoblauch
80 gIngwer, geschält
Chilischote(n)
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: 596 kcal
Das Fleisch in etwa 2-cm-große Würfel schneiden und in heißem Öl in zwei Durchgängen nacheinander rundum anbraten. Aus dem Topf nehmen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Zwiebel schälen und klein hacken. Das Öl zum Bratrückstand gießen und die Zwiebel darin anrösten. Tomatenmark beifügen und kurz mitrösten. Mehl unterrühren und mit Rotwein und Brühe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen und zugedeckt etwa 10 Minuten kochen.
Die Sauce pürieren. Fleisch beifügen und zugedeckt bei geringer Hitze etwa 30 Minuten dünsten.
Ingwer in sehr kleine Würfel schneiden in heißem Wasser etwa 2 Minuten blanchieren und abseihen. Die Chilischote zerbröseln, zusammen mit dem Ingwer zum Ragout geben und das Ragout noch etwa 1 Stunde bei geringer Hitze offen dünsten.
Dazu schmecken Nudeln.
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Ich stehe ja total auf Möhren.
Auch wenn sie einen hohen Kohlehydratanteil haben, sind ihre Auswirkungen auf Haut, Sehorgane und Magen unschlagbar!
Kombiniert mit Ingwer ein leichter Genuss:
Möhren-Ingwer-Suppe

Zutaten


60 gIngwer, frischer
400 gMöhre(n)
50 gButter
1 ELZucker
600 mlGemüsebrühe
150 mlKokosmilch
Salz und Pfeffer
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: simpel
Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln, damit später, nach dem Pürieren, keine Fasern zu spüren sind. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Möhren und Ingwer in Butter anschwitzen, dann den Zucker darüber streuen und leicht karamellisieren lassen. Mit Brühe und Kokosmilch ablöschen und aufkochen lassen. Die Suppe bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, dann mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die leichte Schärfe des Ingwers bietet ein besonderes Geschmackserlebnis. Zur Suppe kann man Toastbrot oder Baguette servieren.
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Mein zweiter Champion für die Abwehr ist Lauch.

Info:
Lauch liefert viel Vitamin C. Zudem die schweflige Substanz Allizin, die Bakterien und Pilze abtötet und so das Immunsystem auch bereits im Krankheitsfall oder bei aufkeimender Erkältung unterstützt.

Rezepte:
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Mein persönlicher Hit:
Spaghetti mit Scampi und Lauchgemüse
Scampis sind gut zur Figur mit nur 2g Fett pro 100g und liefern dabei sehr viele Vitamine und Mineralstoffe, allen Voran Jod.

Zutaten


400 gLauch, (Porree)
12 Scampi, (a ca. 20 g)
Knoblauchzehe(n)
400 gSpaghetti
250 gSahne, geschlagene
1 BundPetersilie, glatte
Kirschtomate(n)
3 ELOlivenöl
Pfeffer, aus der Mühle
Zitrone(n), (ausgepresst)
Salz
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: 660 kcal
Den Lauch in feine Ringe schneiden. Die Scampi, sofern nicht schon so gekauft (z.B. tiefgekühlt), bis auf die Schwänze aus der Schale lösen. Auf der gewölbten Seite der Länge nach einschneiden und den Darm entfernen.
Knoblauch und Petersilie hacken, die Tomaten halbieren. Den Lauch in heißem Olivenöl 2 Minuten braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und warm stellen.

Nun die Spaghetti nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. Dann den Knoblauch im Bratöl andünsten und die Scampi hinzufügen. Unter Wenden ca. 4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und ebenfalls warm stellen.
Nun die Tomaten zum Bratöl geben, kurz die Herdplatte hoch schalten, dann mit dem Zitronensaft und der geschlagenen Sahne ablöschen und mit Petersilie bestreuen.
Spaghetti, Soße und Lauch auf Stöfchen anrichten.
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Seelachsfilet mit Lauchkruste
(geht auch super mit Schweineschnitzel)

Zutaten


Fischfilet(s) (Seelachsfilet)
2 Stange/nLauch
2 großeZwiebel(n)
2 Zehe/nKnoblauch
2 ELMehl
200 mlSahne
200 mlWasser
Pfeffer
Salz
1 TLGemüsebrühe, klare (Pulver)
1 ELÖl
25 gParmesan
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: normal
Den Lauch und die Zwiebel in feine Ringe schneiden, den Knoblauch durch eine Presse oder fein hacken. Das Öl in der Pfanne erhitzen und den Lauch, Zwiebel und den Knoblauch bei mittlerer Hitze anbraten. Nach wenigen Minuten das Mehl über das Gemüse streuen und kurz mit anrösten, mit der Sahne aufgießen, dabei gut umrühren damit es ohne zu klumpen bindet nur soviel Wasser zugießen bis die Soße cremig erscheint. Am Ende noch den Parmesan und die Gewürze nach Geschmack unterrühren. Soße sollte immer noch cremig sein. Die Fischfilet in eine gefettete Auflaufform geben und mit der Soße übergießen. Bei 200 Grad etwa 20 min in den Backofen.
Dazu mag ich Reis.
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Salat mal anders

Zutaten


200 gPorree
Äpfel, säuerlich
1 DoseMais
120 gKäse (Emmentaler), gerieben
Ei(er)
300 gsaure Sahne (ich nehme auch gerne Joghurt, das machts frischer)
1 ELRemoulade
4 TLZitronensaft
Salz
Pfeffer
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Schwierigkeitsgrad: simpel
Den Porree putzen, waschen und in ganz feine Ringe schneiden. Wer möchte, kann den Porree kurz in kochendem Salzwasser (gerne auch mit etwas Osaft angereichert) blanchieren, dann die Ringe etwas dicker lassen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Der rauhe, rohe Lauchgeschmack ergänzt sich aber toll mit der Süße des Apfels.Den Porree in eine Schüssel geben.
Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien, vierteln und quer in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem abgetropften Mais zu den Porreeringen geben. Den Käse unter die Masse geben und alles vermischen.
Die Eier hart kochen und in grobe Würfel zerteilen. Vorsichtig unter den Salat rühren.
Aus saurer Sahne, Remoulade und Zitronensaft ein Dressing bereiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Salat gut durchziehen lassen.
Mit Nudeln hineingesmischt ergibt das auch ein tolles kaltes Hauptgericht. dann etwas mehr Dressing zubereiten´.

Mittwoch, 17. April 2013

Verschnaufpause für die Leber

Gerade im Frühling macht es Spass, unserem Hauptentgifter, der Leber, mal so richtig unter die Arme zu greifen.
Leider bedeutet dies meist, auf alles was so richtig Spass macht, zu verzichten.
Also Zucker, zuviel Fett, Alkohol und sämtliche künstliche Lebensmittelzusätze. Auch Getränke mit viel Kohlensäure belasten die Leber.

Hört sich zunächst schlimm an, muss es aber gar nicht sein.
Denn kurz gesagt: Unsere Leber mag einfach nur keine Extreme.

Wenn wir also unseren Körper beim Frühlingsputz unterstützen wollen, dann reicht es schon 
- Sein Fleisch nicht zu scharf anzubraten,
- Bratfett zu reduzieren (vielleicht statt in fett auch mal in Mineralwasser anbraten: das funktioniert, glaubt es mir!),
- statt Schokopudding lieber Obstsalat oder Püree,
- milde Tees oder Wasser ohne Kohlensäure als Alltagsgetränk.

Und schon kann die Leber aufatmen und sich der ganzen über den Winter angestauten Aufgaben widmen, da sie nicht zu viel mit den "neuen" Giftstoffen zu tun hat!

Und hier sind noch ein paar Lebensmittel, die die Leber ganz besonders gerne mag:


- Raddicchio
Der rot-weisse Salat ist quasi ein Alleskönner. Er liefert viele Vitamine und Mineralstoffe wie zB Zink. Seine Bitterstoffe helfen der Verdauung, sein Vitamin-Komplex hilft der Leber, sich selbst zu entgiften, und Zink schützt das Organ vor Entzündungen!


- Rettich
Die Scharf- und Bitterstoffe des "Radis" wie man in Bayern sagt, regen die Verdauungssäfte an und unterstützen so Leber und Fettverbrennung.

- Artischocke
Sehr zarter Geschmack, aber so gesund! Frische Artischockenböden entlasten die Leber und fördern die Verdauung. Ausserdem schützen die Inhaltsstoffe der Artischocke unsere Zellen vor Giftstoffen.

- Grapefruit
Die Bitterstoffe der Grapefruit machen vor allem fettreiche Speisen viel bekömmlicher. Also ein idealer Nachtisch, wenn es doch einmal "zuviel" war. :)


Dienstag, 16. April 2013

Apfelessig-ein Wunderheilmittel?

Von Verstopfung bis Hautunreinheit: Mit Apfelessig können all diese Probleme besiegt werden – so zumindest die Volksmeinung. Aber was ist wirklich dran an diesem "Allheilmittel"?
Wissenschaftler können sich nicht erklären, welche Substanzen den Essig zu dem gepriesenen „Wundermittel“ machen könnten. Viele von ihnen glauben nicht daran, dass es überhaupt irgendein Mittel gibt, das bei derartig vielen Problemen, wie vom Apfelessig immer wieder behauptet wird, helfen kann. Eine wissenschaftlich bewiesene Wirkung des Apfelessigs ist daher bisher nicht bekannt und leider auch nirgendwo wissenschaftlich dokumentiert.
Wissenschaftlich bewiesen jedoch ist, dass Apfelessig all das enthält, was auch den Apfel so gesund macht: Vitamin A, B1, B2, B6, Folsäure, Vitamin C und E sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat, Eisen, Fluor, Jod und Zink, Kupfer, Selen.

Die enthaltenen Vitamine und Vitalstoffe helfen dem Körper, zu funktionieren

All die Inhaltsstoffe des Apfelessigs sind wichtig für den Körper. Vitamin A etwa ist von Bedeutung für das Immunsystem und die Hautbildung. Zudem wirkt es als Wachstumsfaktor und ist notwendig für das Sehen. Die Vitamine B1, B2 und B6 sind wichtige Stoffwechselfaktoren. Ein Mangel an Folsäure zeigt sich besonders dort, wo eine schnelle Regeneration nötig ist wie an den Schleimhäuten oder bei der Blutbildung. Neuere Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass ein Folsäuremangel über die Erhöhung des Homocysteingehaltes im Blut die Arteriosklerose fördern kann. Vitamin C, das bekannteste aller Vitamine, stärkt das Immunsystem und hilft dem Körper, Eisen aus der pflanzlichen Nahrung zu ziehen. Außerdem hat Vitamin C positive Wirkung auf die Anfälligkeit gegen Infektionskrankheiten und kann durch das Abfangen schädlicher Sauerstoffradikale die Tumorentstehung und die Entwicklung der Arteriosklerose hemmen.
Vom Vitamin E weiß man, dass es lebensnotwendig ist, obwohl kein konkretes Vitamin-E-Mangel-Symptom für den Menschen bekannt ist. Neuere Untersuchungen lassen jedoch vermuten, dass ein Mangel an Vitamin E zu Organstörungen führt, unter anderem auch zu Störungen im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess.
Einige Elemente sind wichtige Bestandteile unseres Organismus. Calcium zum Beispiel macht immerhin 1,5 Prozent unseres Körpergewichtes aus. Der größte Anteil ist in den Knochen und Zähnen gebunden. Das freie Calcium ist unter anderem für die Blutgerinnung und die Funktion von Nerven und Muskeln wichtig. Darüber hinaus wirkt es allergischen Reaktionen entgegen. Natrium reguliert den Wasserhaushalt und ist notwendig für die Funktion der Nerven- und Muskelzellen, ähnlich wie Kalium, das ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Nerven- und Muskelarbeit spielt. Eisen wiederum fördert die Blutbildung und den Sauerstofftransport und beugt Anämie (den Mangel von roten Blutkörperchen) und Leistungsabfall vor. Spurenelemente sind nur in geringsten Mengen in unserem Körper vorhanden, doch sie sind lebenswichtig.
Bleiben noch jene Stoffe, die entstehen, wenn der Apfel zum Essig wird: Zunächst einmal die Essigsäure. Sie ist charakteristisch für jeden Essig und hilft bei der Verdauung von Fetten und Kohlehydraten. Die Zitronensäure wiederum braucht der Körper für den Kohlehydratstoffwechsel. Propionsäure hat konservierende Eigenschaften.
Wieso ist denn dann die Ursache für die heilsame Wirkung des Apfelessigs noch nicht bewiesen? Dies liegt primär daran, dass es der Wissenschaft nach wie vor schwerfällt, die komplizierten Wechselwirkungen von mitunter Hunderten von Stoffen eines Naturheilmittels exakt zu beschreiben. Daher sind wir bei Apfelessig – genau wie bei anderen Naturheilmitteln – mehr auf Erfahrung und genaue Beobachtung angewiesen, und diese Erfahrungen gibt es genug.

Ein altes Hausmittel wurde wieder populär gemacht

Essig hat eine jahrtausendalte Tradition. Bereits vor 5000 Jahren stellten die Babylonier Essig aus Datteln her, konservierten ihr Fleisch darin und setzten Essig auch schon medizinisch ein. Auch den alten Ägyptern war der Essig bekannt. Sie tranken Essigmischungen als belebendes Getränk und nutzten Essig auch für die Schönheitspflege. Tausend Jahre später, im Mittelalter, wurde Essig dann richtig populär. Man stellte Dutzende von Sorten her und wusste auch um seine Heilkraft. Mit dem Aufkommen der modernen wissenschaftlichen Medizin und Pharmazie gerieten die alten Hausmittel immer mehr in Vergessenheit, bis einige besonders an der Volksmedizin interessierte Menschen den Apfelessig wieder entdeckten und populär machten. Heute stehen wir vor einer wahren Flut von Veröffentlichungen, die alle die Segnungen des Apfelessigs preisen. Zu Recht? Wer weiß. Wie schon erwähnt, es gibt keine wissenschaftlich fundierte Untersuchung zur Heilkraft des Apfelessigs. Aber es gibt viele Menschen, die auf Apfelessig schwören, weil sie mit ihm sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Auch bei diesem Mittel gilt: Probiere aus, ob es dir bei bestimmten Dingen hilft – falsch machen kannst Du bei all den gesunden Inhaltsstoffen auf jeden Fall kaum etwas.

Um unverdünnten Essig bitte einen Bogen machen

Bitte beachtet bei der Anwendung unbedingt Folgendes: Apfelessig nie pur trinken, da durch die hohe Säurekonzentration der Magen gereizt würde. Bei empfindlichem Magen sollte man ihn auch verdünnt nicht auf leeren Magen trinken.

Dienstag, 12. März 2013

Frühlingsputz im Körper

Passend zum einbrechenden Frühling, stelle ich heute einmal ein paar Nahrungsmittel vor, die auch den Körper den langen und düsteren Wintrer vergessen lassen können. Das sind alles keine neuen Erkenntnisse, aber ich möchte noch einmal ins Gedächtnis rufen, warum viele unserer täglichen Lebensmittel und helfen können:)

Diese Nahrungsmittel bringen die Abwehr auf Trab:

Sauerkraut!
Diese altmodische (und leider sehr an Winter erinnernde) Kohlart liefert sehr viel schnell verfügbares Vitamin C. Zusätzlich gilt es als "Darmputzer" weil es durch seine Milchsäurebakterien die Darmflora stärkt, die den Hauptanteil der Abwehrarbeit leistet.
Ich habe 'frühlingstaugliche' Rezepte mit Sauerkraut nachgereicht! (Siehe Post vom 16.4.13)

Ingwer
Ingwer ist als sehr wirksames Erkältungsmittel schon Jahrtausende bekannt. Denn das hochkonzentrierte Gingerol wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und sogar antiviral!

Lauch
Ähnlich wie das Gingerol wirkt das Allizin im Lauch. Es tötet Bakterien und Pilze ab. Ausserdem ist Lauch reich an Vitamin C.

Käse
Käse wie Gouda, Appemzeller und Cheddar sind reich an Zink und Eiweiss. Zink wird dringend benötigt um das Vitamin C besser für die Abwehr aktivieren zu können. Eiweiss ist der Baustoff für fast alles in unserem Körper, auch die Abwehrzellen. Also ein Käsebrot mit vitaminreichen Tomaten belegen und fertig ist der Frühlings-Gesundheitssnack! Beim Käse bitte immer die fettreiche Variante nehmen, dafür aber dünner belegen. Bei den fettarmen Varianten sind oft so viele Zusatzmittel und Geschmacksverstärker eingesetzt, dass das Endprodukt von seiner Gesundheitswirksamkeit her kaum noch an Käse erinnert.

Senf
im Senf wirken die starken ätherischen Senföle gegen das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm. Ausserdem können sie krebserregende Stoffe in der Nahrung unschädlich machen.


Rindfleisch
Wertvoll durch Eisen, viele B-Vitamine, die die Laune steigern und Selen und  Zink. Selen aktiviert die Fresszellen des Immunsystems gegen schädliche Bakterien.


Thunfisch
(bitte immer im eigenen Saft eingelegt, nicht in Öl)
Thunfisch ist aus ähnlichen Gründen wertvoll wie Rindfleisch. Zusätzlich ist er noch reich an Jod und Omega 3 Fettsäuren.

Wach, entspannt und gut gelaunt

Kürbiskerne
können die Hirnleistung verbessern durch reichlich Omega 3 Fettsäuren, Magnesium und Eisen

Hafer
Die althergebrachten Haferflocken (Vollkorn!) liefern von den heimischen Getreiden das meiste Eiweiss. Ausserdem ist es eine reine Vitamin-B Bombe, die die Konzentration ankurbelt und durch gesteigerten Energie Umsatz im Gehirn für gute Laune sorgt.

Rosinen
Her mit dem Studentenfutter!
Denn es ist reich an Eisen und B-Vitaminen

Parmesan
So ein Glück für alle Fans italienischer Pastagerichte!
Dieser Hartkäse ist nämlich nicht nur sehr fettarm, sondern auch reich an Mineralien, vor allem Magnesium und Vitamin B12. Ausserdem hilft Parmesan durch seinen hohen Tryptophangehalt, das der Körper in das Schlafhormon Melatonin umbaut zu einem guten und ausgeglichenen Schlaf verhilft. Tryptophan als häufigstes Eiweiss des Körpers wird auch zum Glückshormon Serotonin gebaut.

Huhn
Auch Hühnerfleisch ist sehr reich an Tryptophan, Vitamin B 12 und Eisen.
unnützes Wissen: Ein 'Hähnchen' muss nicht immer ein Hahn sein, auch Hühner dürfen als 'Hähnchen' verkauft werden. Macht aber für Geschmack und Nährwert keinen Unterschied. :)

Erbsen
bringen den Nerven Kick durch die B-Vitamine 2 und 6, sowie Eisen.

Echte Butter
(bitte keine Margarine, das ist gefärbtes und aromatisiertes Plastik)
Butter liefert Lezithin und Vitamin E. Lezithin ist Nahrung für die Hirnzellen, Vitamin E schützt die fettreichen Teile des Gehirns vor Schäden.

Bananen
liefern viel Tryptophan. Der schlaffördernde Effekt wird durch das beruhigende und herzschützende Mineral Kalium verstärkt.

Lachs
Als Omega 3 Lieferant für die ausgeglichene Frühlingsernährung unverzichtbar!

Vollkornbrot
Alle 'echten' Vollkornprodukte (nur weil sie dunkel sind, sind sie noch lange nicht wirklich aus Vollkorn, oft wird Brot mit Malz gefärbt) enthalten viel von dem Stimmungsvitamin B1. Zink und Selen schützen zusätzlich unsere Hirnzellen.

Avocados
liefern viel Vitamin D. Aber vorsicht, leider sind sie auch sehr fettreich.
Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Aufnahme von Vitamin D durch die Nahrung wichtig, da der Körper es nur unter Sonneneinstrahlung selbst herstellt.
Ich reiche ein tolles Rezept für einen Avocado-Apfel Salat nach. Lecker!

Balsam für Magen und Darm
Um sich richtig fit und ausgeglichen zu fühlen, ist es unabdinglich, dass der Sitz unseres Immunsystems, der Darm, sich wohlfühlt!

Dinkel
liefert B Vitamine, Phosphor und extrem viele Ballaststoffe (10%), die die Darmflora stärken und reinigen.
Siehe auch mein leckeres Kaltofenbrot! Der Frühling ist die beste Zeit mal wieder damit anzufangen! :)

Leinsamen
(kann man auch super ins Kaltofenbrot schütten)
Beim Aufquellen setzen Leinsamen Schleimstoffe frei, die Magen und Darm vor Entzündungen schützen. Sie lindern auch Sodbrennen. Am besten wirksam ist Leinsamenschrot, da die Struktur bereits aufgebrochen ist und die Wirkstoffe so schneller zur Verfügung stehen.

Äpfel
Hoch leben die Pektine! Diese wertvollen löslichen Ballaststoffe nehmen Giftstoffe auf und sind die bevorzugte Nahrung der  nützlichen Darmbakterien. Auch Birnen sind reich an Pektinen und besser bekömmlich, da sie weniger Fruchtsäure enthalten als Äpfel.

Kümmel
Die ätherischen Öle beschleunigen die Magenentleerung, so kann das Essen nicht im Magen gären. Ausserdem hemmen sie Pilze und schädliche Bakterien im Darm

Naturjoghurt
Auch ohne Probiotika unterstützen die Milchsäurebakterien im Joghurt die Darmflora in ihrer Arbeit gegen Fremdstoffe, Gifte und Erreger. Aber Vorsicht bei gezuckerten Varianten. Die hohen Mengen an Industriezucker sind die optimale Nahrungsgrundlage für schädliche Bakterien und Pilze.


So, mit diesen köstlichen Nahrungsmitteln kann ja eigentlich dem aktiven Start in den Frühling nicht viel entgegenstehen. :D
Mal schauen was ich noch für tolle passende Gerichte finde!
Natürlich lasse ich Euch teilhaben!
Eure Britta

Montag, 11. März 2013

Aromastoffe


Es wird Frühling und die Lust mal wieder gesund zu kochen wächst!
Also endlich mal wieder neue Foodfacts von mir! Diesmal zu den Aromastoffen in unseren diversen Nahrungsmitteln:
Viel Spass!

Das Wort Aroma ist sicherlich jedem bekannt. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Aromastoffe, die industriell verarbeiteter Nahrung zugesetzt werden (dürfen).

Zunächst einmal die Basics:
Es gibt 3 verschiedene Typen von Aromastoffen

1. Natürliche Aromastoffe 
Als "natürliche Aromastoffe" dürfen alle Stoffe bezeichnet werden, die aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen gewonnen wurden. Dazu gibt es verschiedene Verfahren:
- physikalische Verfahren wie auch zB. Destillation und Extraktion mit Lösungsmitteln
- Arbeit mit Enzymen
- mikrobiologische Verfahren (Bakterien etc.)
- herkömmliche Lebensmittelzubereitungsverfahren wie zB. Trocknen, Rösten oder Fermentieren
Das Ausgangsprodukt muss also ein Naturprodukt sein, aus dem dann die Aromastoffe gewonnen werden. Es muss jedoch nicht exakt das Produkt sein, dessen Geschmack durch das Verfahren gewonnen wird. Erdbeeraroma wird zB meist nicht aus Erdbeeren hergestellt. Genaueres hierzu jedoch später.

2.Naturidentische Aromastoffe
Hier spielt der Ausgangsstoff keine Rolle, lediglich das Endprodukt muss am Ende des Herstellungsprozesses mit der chemischen Formel eines natürlichen Aromas identisch sein. Diese Aromastoffe sind meist aus mehreren Einzelsubstanzen zusammengesetzt und besonders stark im Geschmack. So wird unser Beispiel Erdbeeraroma aus ca. 60 Einzelkomponenten zusammengesetzt.

3.Künstliche Aromastoffe
Diese werden ausschliesslich durch chemische Synthese erzeugt und können in der Natur nicht nachgewiesen werden. In Deutschland sind nur 18 künstliche Aromen zugelassen.

Die Deklaration
Knapp 3000 Aromastoffe dürfen in der EU verwendet werden, ohne dass die genauen Substanzen, aus denen sie bestehen bzw gewonnen werden, angegeben werden müssen. Als Deklaration reicht der schlichte Hinweis "Aroma" auf der Verpackung. Mitunter ist die Angabe noch durch Zusätze wie "natürlich" oder "naturidentisch" erweitert, die in ihrer Begrifflichkeit jedoch irrreführend sind. Wie wir ja oben gesehen haben, haben diese Stoffe obwohl “natur” als Wortstamm im Namen vorkommt, mit natürlich wie wir es uns vorstellen oft nicht wirklich viel zu tun.
Nur wenn das Aroma wirklich aus dem namensgebenden Rohstoff gewonnen wurde (sehr selten, meist findet man dies noch in Tees) darf im Beispiel unserer Erdbeere mit “natürliches Erdbeeraroma “deklariert werden. Bei der Bezeichnung “natürliches Aroma Erdbeer” sieht es allerdings schon wieder ganz anders aus.
Wir wissen also nicht, was wir wirklich essen.

Künstliche Aromastoffe werden aus Erdöl gewonnen, naturidentische entstehen im Labor und natürliches Aroma wird u.a. aus Sägespänen und Schimmelpilzen, aus Restprodukten von Schlachthäusern gewonnen. Ausserdem werden sie oft mit Hilfe von Bakterien, Enzymen in mikrobiologischen Verfahren hergestellt. Und all dies muss nicht einmal für den Laien verständlich deklariert werden.
So wird Zitrönensäure zB aus dem Schimmelpilz aspergillus niger, Vannillin mit Hilfe von Bakterien aus einer Reiskornsubstanz hergestellt und die Basis für Erdbeeraroma sind Sägespäne. Kaum jemand weiss also, was er wirklich isst.
Hersteller greifen dennoch so gerne und häufig zu Aromastoffen, da sie schlichtweg günstiger sind als das Aromatisieren mit natürlichen Produkten.
Doch allein diese Tatsachen allein sind nicht das, weshalb wir Aromastoffe so sehr mit Vorsicht geniessen sollten.
Zum Einen: Aromastoffe prägen unseren Geschmack. Wir gewöhnen uns immer mehr an die intensiven Geschmackserlebnisse aus industriellen Produkten. Vielen Kindern schmecken natürliche Lebensmittel oft schon nicht mehr - und das wo gerade Kinder noch über die meisten Geschmacksknospen verfügen und viel feinere Noten und Aromen schmecken könnten als die Industrie uns vorgeben kann.
Zum Anderen gibt es zahlreiche gesundheitliche Implikationen.
Wenn der augenscheinlich gesunde Joghurt noch nie eine Erdbeere gesehen hat, fehlen gleichzeitig die Vitamine und das Bewusstsein, dass man gerade eher eine Süßigkeit als ein wertvolles Nahrungsmittel zu sich genommen hat.
Zudem können Geschmacksverstärker und Aromen appetitanregend wirken und so zum Weiteressen anregen. Manches Kilo zuviel wird daher auf ihre Rechnung gehen.
Das Schlimmste ist jedoch: Die möglichen Risiken für unsere Gesundheit sind per dato nicht ausreichend erforscht,
Für Allergiker und Gesundheitsbewusste bleiben viele Fragen offen, da der begründete Verdacht besteht, dass Aromastoffe Allergien und Überempfindlichkeiten auslösen können.
Da sich Aromastoffe aus vielen Substanzen zusammensetzen ist es oft schwierig, herauszufinden, gegen welche Komponente im Aroma eine Allergie bestehen könnte.
Zudem wirken zT auch gar nicht die Aromastoffe selbst, sondern Trägerstoffe wie Milchzucker allergen.

Über „ernsthaftere“ gesundheitliche Risiken ist bisher noch weniger bekannt. Auch zB. hinsichtlich der Entstehung von Krebs sind die möglichen Risiken von Aromen noch völlig unerforscht.
Zur Zeit untersucht die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit “efsa” wie sicher die verwendeten Stoffe sind und entwirft eine öffentlich einsehbare Datenbank zu den Risiken. Diese ist bisher jedoch noch im Aufbau.


Meine eigene Meinung zum Thema
Lässt man das oben Geschriebene Revue passieren, so kann es vorkommen, dass man sich fassungslos an den Kopf greift, ja fast die Haare rauft. Man stelle sich vor: Uns Menschen werden seit Jahrzehnten Nahrungsmittel (in Massen und völlig legal) aufgetischt, deren Folgen für die Gesundheit noch gar nicht erforscht sind! Und die Baustelle “Aromastoffe” ist eine vergleichsweise harmlose Baustelle im Dschungel der Nahrungsmittelzusätze. Angesichts vieler leider bereits zum normalen Alltag gehörender Zivilisationskrankheiten wie Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber auch Alzheimer und Krebs, (deren Entstehung und Wechselwirkung mti unserer Nahrung noch nicht klar ist, aber immer wieder in die Schlagzeilen gerät) ist es unverantwortlich, dass eine Regierung es zulässt, dass die Industrie ungetestete Zusatzstoffe auf die Menschheit “loslässt”. Wie Montignac, ein bekannter Ernährungberater bereits sinngemäß sagte: “Die Menschen werden vergiftet und die Polizei unternimmt Nichts dagegen.”
Leider hat unser Konsumverhalten Mitschuld an diesem Trend in der Industrie, Nahrungsmittel mit günstigen und fragwürdigen Stoffen geschmacklich zu überfrachten. Beim Einkaufen wird nach wie vor mit Vorliebe zu Fertigprodukten ins Regal gegriffen. Meist muus man dies der Unwissenheit oder Gleichgültigkeit der Menschen zuschreiben. Es ist schon paradox. Die meisten Deutschen wollen zwar nur das Beste für ihr Auto(E10? Nein, viel zu gefährlich für den Motor) aber sich und ihren Kindern geben sie erwiesenermaßen schlechten und /oder ungetesteten „Sprit“ für ihren Lebensmotor.
Durch eine leichte Veränderung im Konsumverhalten des Einzelnen, kann man Signale für die Industrie setzen.
Ich kann jedem nur ans Herz legen: Lesen Sie die Zutatenlisten! Man muss nicht sofort ein Experte sein, aber je häufiger man sie liest, desto mehr bekommt man ein Gefühl dafür, was die einzelnen Posten bedeuten! Schliesslich sind die Regeln einfach: Je weniger Posten, desto besser. Je mehr Worte man aus dem Alltagsdeutsch kennt, desto weniger Chemie. Das war schon der ganze Zauber für den Anfang. Versucht es einmal! :)

  

Mittwoch, 30. Mai 2012

Maissirup

Letztens habe ich eine Serie im Fernsehen gesehen, in der die Bösewichte versucht haben, sich die Welt anhand von Maissirup untertan zu machen. Sie fügten dem Maissirup einfach eine Zutat bei, die die Menschheit lethargisch und folgsam macht. Im Laufe der Folge stellten die Protagonisten geschockt fest, dass Maissirup einfach in ALLEM ist, man der Droge also nicht entkommen konnte.

Da auch in einschlägigen Diätbüchern vor Maissirup gewarnt wird, ich ihn aber noch nie auf einer Zutatenliste gefunden habe, hab ich mich mal schlau gemacht. Und siehe da, ich fand Erstaunliches!

Was ist Maissirup?
Ein Zuckersirup, aus Mais gewonnen. Er besteht zum Grossteil aus Fruktose (im Gegensatz zu Zucker aus Zuckerrüben gewonnen, der besteht zum Gr5rossteil aus Glukose).

Warum finde ich ihn nicht in der Zutatenliste?
1. In Europa wird die Zuckergewinnung aus Zuckerrüben subventioniert. ZUckerrübensirup ist für die Industrie daher viel billiger als´anders gewonnene Zuckerarten. Dass führt dazu, dass Maissirup hier kaum existiert. In Amerika hingegen wird die Zuckergewinnung aus Mais subventioniert, daher findet man dort kaum Zuckerrübensirup. - Natürlich war meine Serie eine Amerikanische. Der Erste AHA Effekt also.
2. Wenn er in Europäiaschen Produkten viorkommt, dann nur als Gemisch (wegen des Preises). Dieses Gemisch muss nach seinen Inhaltsstoffen deklariert werden, also als Glucose-Fructosesirup oder als Fructose-Glucosesirup. Das was mehr enthalten ist, steht vorne.

Was macht Maissirup denn nun so gefährlich, dass die Diätbücher davor warnen?
Maissirup besteht zum Grossteil aus dem Fruchtzucker Fuktose. Fruktose wird ohne das Zutun von Insulin verstoffwechselt. Dass ist zuerst einmal gut, mag man jetzt meinen, denn wir haben ja alle gelernt, dass ein hoher Insulinspiegel zu Heisshungeratacken führt und das Nahrungsfett in den Fettzellen "einschliesst". Leider ist Insulin aber auch für das Sättigungsgefühl zuständig. Man kann also Lebensmittel, in denen Maissirup enthalten ist, in grossen Mengen essen, ohne sich satt zu fühlen. Das führt dazu, dass man ein Vielfaches der Kalorienmenge zu sich nimmt, die man normalerweise essen würde.

In den USA ist Maissirup wirklich in fast jedem industruiellen Nahrungsmittel enthalten. In Sossen, in Brötchen, Gebäck, Käse, Wurst...einfach überall. Viele wissenschaftler vermuten, dass Maissirup ein grosser Mitverursacher des grassierenden Übergewichts in den USA ist. Man denke nur an die krassen XXL Portionen in amerikanischen Restaurants.

Bevor wir aber zu sehr mit dem Finger auf die USA deuten und sagen: "WAS??? Ein Zucker in der Wurst und dem Käse???" Kann ich nur dazu anhalten mal auf unsere Zutatenlisten zu schauen. Und siehe da: Der kleinste Teil der industriell gefertigten Waren (ja, auch Käse und Wurst, sigar Schinken etc) kommt ohne Zusatz von irgendeinem Zuckerstoff aus. Besinders gefährdet sind da fettreduzierte Produkte. (Denn  von irgendwoher muss der Geschmack ja kommen, nicht?)

Und wieder kann ich nur mit dem altbekannten Plädoyer enden: Auch wenn es bei uns wenig Maissirup gibt: Bitte lest die Zutatenlisten und boykottiert  Firmen, die uns mit unnötiger Zucker-  oder Chemiezugabe vergiften!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Aufreger: Alete Früchte Freund

Heue gehts um Kindersnacks und meine persönliche Fehde mit Babynahrungsherstellern, die Kindenahrung unnötig viele Zusatzstoffe zufügen.

Seit ich mich dank meiner Tochter Emma auch in Babynahrung eingearbeitet habe, war ich immer wieder schockiert, wie wenig man von industriell hergestellter Nahrung seinem Baby guten Gewissens anbieten kann. Bereits in Babybreien befindet sich massenhaft Zucker, gerne auch in versteckter Form, Maltodextrin (ein Mastmittel), Aromastoffe (dazu demnächst ein ausführlicher Artikel), und Stabilisatoren sowie Geschmacksverstärker-ähnliche Mittel (immer gerade an der Grenze des legalen, denn diese Zusatzstoffe sind in chemisch hergestellter Form in Babynahrung eigentlich verboten, dennoch gibt es viele Stoffe, die die gleiche Wirkung haben, ohne unter diese Kategorien zu fallen).

Gerade Alete und Milupa fielen mir extrem negativ auf.

Dass es auch anders geht zeigt die Firma Hipp. Hipp Produkte kann man quasi ungesehen kaufen, von o.g. Zusatzstoffen keine Spur. Das einzige Manko: Auch Hipp arbeitet mit Saftkonzentraten (den Früchten wird die Flüssigkeit entzogen, was zurückbleibt sind die Restbestandteile der Früchte, also ein extrem süsser Sirup aus den Hauptbestandteilen Fruchtzucker und Ballaststoffe). Aber gut, das ist meiner Meinung nach ein kleines Übel, denn Fruchtzucker ist physiologisch anders verwertbar als zugesetzter Kristallzucker. Die Mittagsmenügläschen ohne Obst kommen auch ohne das Konzentrat aus.

Nun ist meine Tochter kein Baby mehr und ich dachte, ich gönne ihr diese Frucht- und Müsli Riegel auf die die Kinder in diesem Alter so stehen. Draufgeschaut: Bestandteile gut, Saftkonzentrat, getrocknete Früchte, Getreide bzw Getreidemehl... Nicht der Hit, aber es soll ja auch zum Naschen sein, also passts.

Gesten schau ich zufällig noch einmal auf die Verpackung während Emma glücklich ihren Riegel mampft - und falle fast hintenüber:
- Maltodextrin - ein gecchmackloses kurzkettiges Kohlehydrat, das nur dazu eingesett wird, Substanz zu schaffen und zu sättigen, aber keine physiologische Eigenschaft im Körper erfüllt. (Zur Info: Je kürzer das Kohlehydratmolekül, desto weniger Aufwand benötigt der Körper um es in Zucker umzuwandeln),
- Getreidemehl, teilweise aufgeschlossen: Wenn ich das lese, bekomme ich regelmässig die Wut. Getreide besteht aus Kohlehydraten. Kohlehydrate sind Moleküle, in denen Zucker (Glukosemoleküle) aneinandergereiht sind. Deswegen werden zB Brot oder Nudeln während der Verdauung zu reinem Zucker umgewandelt und haben einen so schlechten Ruf bekommen. Dieser Begriff ist also nur Augenwischerei, die Müttern durch das Wort Getreide suggerieren soll, wertvolle Inhaltsstoffe zu kaufen.
- Stabilisatoren
- Aromen.

Als ich relativ geschockt auf die Marke schaue finde ich: Alete.
Beim Hippriegel findet sich nichts auf dieser Liste.
Diese Tatsache macht mich wütend. Ist es denn wirklich nötig unseren Kleinsten, die noch ein unverfälschtes Geschmacksempfunden haben, diese Inhaltsstoffe unterzujubeln? Emma ist die "sauberen" Hipp Produkte genauso gerne wie Aletre, also was soll das?
Sogar bei so kleinen Snacks, die sich im Produkt auf den ersten Blick überhaupt nicht untrscheiden, muss man also genau drauf achten und die Inhaltsliste lesen!

Es ist mir ein Anliegen, dass sich solche Informationen verbreiten und Verbraucher Firmen, die unsere Kinder bereits mit unnötigen Stoffen in der Nahrung belasten gemieden werden!

Also noch einmal der Aufruf: Lest die Zusatzstoffliste und boykottiert konsequent ungesund belastete Produkte! Zum Glück gibt es heutzutage zahlreiche Alternativen!