Mittwoch, 29. Mai 2013

Abwehr-Special: Mit Ingwer und Lauch auf in den Kampf!

Für meinen lieben Freund Gregor, der ständig erkältet ist, hier das Vitamin Special, das speziell die Abwehr auf Trab bringt.
Ich schreibe hier nur die etwas exotischeren Rezepte auf, die Klassiker findet ihr wie immer unter chefkoch.de.

Ein Wundermittel für die Abwehr ist Ingwer
Info:
Glutathion, das wichtigste wasserlösliche Antioxidans in unserem Körper, stimuliert das Immunsystem. Das tut es indem es die Funktionen der weißen Blutkörperchen anregt. Eine regelmäßige Einnahme von Ingwer wirkt einer krankheitsbedingten Abnahme von Glutathion entgegen. So unterstützt Ingwer unser Immunsystem bei der Krankheitsabwehr.

Ingwer lindert Schmerzen
Die Inhaltsstoffe aus dem Ingwer hemmen das gleiche Enzym (Cyclooxygenase) im Körper wie Acetylsalicylsäure (enthalten in Aspirin). Der Wirkstoff lindert darüber Schmerzen, dämmt Entzündungen ein und hemmt die Blutgerinnung.

Probates Mittel gegen Übelkeit und Brechreiz
Weitaus bekannter ist, dass die Knolle gegen Reiseübelkeit hilft. Inhaltsstoffe aus Ingwer mindern Übelkeit und Brechreiz, und zwar vergleichbar gut wie das chemische Mittel Dimenhydrinat. Es wurde  herausgefunden, dass die Wirkstoffe an Serotonin-Rezeptor-Ionenkanälen angreifen, die am Erbrechen beteiligt sind.

Achtung:
Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte vorsichtig mit Ingwer würzen. Denn der Scharfmacher bewirkt, dass mehr Magensäure gebildet wird. Deshalb kombiniere ich ihn in meinen Gerichten gerne mit Reis oder etwas Brot. Die beiden haben magensäure-aufsaugende Eigenschaften und Reis ist zudem stark Kaliumhaltig, was der Säure zusätzlich entgegenwirkt.

 Tabu ist Ingwer außerdem für Menschen, die zu hohen Blutdruck haben oder an Gallensteinen leiden. Sonst gilt Ingwer als sehr gut verträglich.

Rezepte:

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Hier ein tolles Rezept für einen sommerlichen Eintopf, der dennoch alle immunpushenden Bestandteile der klassischen Wintergemüse enthält:
Spice up your Eintopf!

Wirsing, (ca. 1 kg)
300 gMöhre(n)
400 gKartoffel(n)
50 gBacon, in Scheiben
Bratwürste
Zwiebel(n), gewürfelt
Knoblauchzehe(n), fein gewürfelt
10 gIngwer, sehr fein gewürfelt
750 mlBrühe
100 mlSahne
1 ELKümmel, gemahlen
1 ELSenf, medium
1 ELSenfkörner, gemahlen
1 ELOlivenöl
Muskat, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 45 Min. Schwierigkeitsgrad: normal 
Wirsing hat zwar das ganze Jahr über Saison, aber in den Sommermonaten ist er nicht so stark gekraust und mit seinem lockeren Kopf und dem hellen, zarten Herz ist er ein echtes Feingemüse, das auch für die Gourmetküche schon lange entdeckt worden ist.

Zunächst Wirsing vierteln, den Strunk herausschneiden und die Kohlstücke grob klein schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Möhren mit dem Sparschäler abziehen, längs vierteln und würfeln.

Bratwürste pellen, längs vierteln und würfeln. Baconscheiben ebenfalls würfeln. Bacon mit etwas Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur ausbraten, Bratwurstwürfel zufügen und anbraten, dann Ingwer-, Zwiebel- und Knoblauchwürfel zufügen und bei mittlerer Temperatur langsam braten.

Wirsing, Möhren und Kartoffeln in der Brühe erhitzen und etwa 15 Minuten langsam köcheln lassen, bis der Kohl weich geworden ist. Pfanneninhalt und Sahne zufügen, unterrühren und den Eintopf mit den restlichen Zutaten abschmecken. Evtl. kann etwas Zitronensaft und eine Prise Zucker das Geschmackserlebnis noch weiter fördern.
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Hier etwas mit viel Substanz für die Männer unter uns:
Feuriges Rindsragout

Zutaten


1 kgRindfleisch, mager
4 ELÖl
Salz und Pfeffer
Zwiebel(n)
2 ELTomatenmark
1 ELMehl
1/8 Wein, rot
500 mlBrühe (Instant)
Salz und Pfeffer
2 Zehe/nKnoblauch
80 gIngwer, geschält
Chilischote(n)
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: 596 kcal
Das Fleisch in etwa 2-cm-große Würfel schneiden und in heißem Öl in zwei Durchgängen nacheinander rundum anbraten. Aus dem Topf nehmen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Zwiebel schälen und klein hacken. Das Öl zum Bratrückstand gießen und die Zwiebel darin anrösten. Tomatenmark beifügen und kurz mitrösten. Mehl unterrühren und mit Rotwein und Brühe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen und zugedeckt etwa 10 Minuten kochen.
Die Sauce pürieren. Fleisch beifügen und zugedeckt bei geringer Hitze etwa 30 Minuten dünsten.
Ingwer in sehr kleine Würfel schneiden in heißem Wasser etwa 2 Minuten blanchieren und abseihen. Die Chilischote zerbröseln, zusammen mit dem Ingwer zum Ragout geben und das Ragout noch etwa 1 Stunde bei geringer Hitze offen dünsten.
Dazu schmecken Nudeln.
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Ich stehe ja total auf Möhren.
Auch wenn sie einen hohen Kohlehydratanteil haben, sind ihre Auswirkungen auf Haut, Sehorgane und Magen unschlagbar!
Kombiniert mit Ingwer ein leichter Genuss:
Möhren-Ingwer-Suppe

Zutaten


60 gIngwer, frischer
400 gMöhre(n)
50 gButter
1 ELZucker
600 mlGemüsebrühe
150 mlKokosmilch
Salz und Pfeffer
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: simpel
Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln, damit später, nach dem Pürieren, keine Fasern zu spüren sind. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Möhren und Ingwer in Butter anschwitzen, dann den Zucker darüber streuen und leicht karamellisieren lassen. Mit Brühe und Kokosmilch ablöschen und aufkochen lassen. Die Suppe bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, dann mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die leichte Schärfe des Ingwers bietet ein besonderes Geschmackserlebnis. Zur Suppe kann man Toastbrot oder Baguette servieren.
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Mein zweiter Champion für die Abwehr ist Lauch.

Info:
Lauch liefert viel Vitamin C. Zudem die schweflige Substanz Allizin, die Bakterien und Pilze abtötet und so das Immunsystem auch bereits im Krankheitsfall oder bei aufkeimender Erkältung unterstützt.

Rezepte:
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Mein persönlicher Hit:
Spaghetti mit Scampi und Lauchgemüse
Scampis sind gut zur Figur mit nur 2g Fett pro 100g und liefern dabei sehr viele Vitamine und Mineralstoffe, allen Voran Jod.

Zutaten


400 gLauch, (Porree)
12 Scampi, (a ca. 20 g)
Knoblauchzehe(n)
400 gSpaghetti
250 gSahne, geschlagene
1 BundPetersilie, glatte
Kirschtomate(n)
3 ELOlivenöl
Pfeffer, aus der Mühle
Zitrone(n), (ausgepresst)
Salz
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: 660 kcal
Den Lauch in feine Ringe schneiden. Die Scampi, sofern nicht schon so gekauft (z.B. tiefgekühlt), bis auf die Schwänze aus der Schale lösen. Auf der gewölbten Seite der Länge nach einschneiden und den Darm entfernen.
Knoblauch und Petersilie hacken, die Tomaten halbieren. Den Lauch in heißem Olivenöl 2 Minuten braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und warm stellen.

Nun die Spaghetti nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. Dann den Knoblauch im Bratöl andünsten und die Scampi hinzufügen. Unter Wenden ca. 4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und ebenfalls warm stellen.
Nun die Tomaten zum Bratöl geben, kurz die Herdplatte hoch schalten, dann mit dem Zitronensaft und der geschlagenen Sahne ablöschen und mit Petersilie bestreuen.
Spaghetti, Soße und Lauch auf Stöfchen anrichten.
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Seelachsfilet mit Lauchkruste
(geht auch super mit Schweineschnitzel)

Zutaten


Fischfilet(s) (Seelachsfilet)
2 Stange/nLauch
2 großeZwiebel(n)
2 Zehe/nKnoblauch
2 ELMehl
200 mlSahne
200 mlWasser
Pfeffer
Salz
1 TLGemüsebrühe, klare (Pulver)
1 ELÖl
25 gParmesan
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: normal
Den Lauch und die Zwiebel in feine Ringe schneiden, den Knoblauch durch eine Presse oder fein hacken. Das Öl in der Pfanne erhitzen und den Lauch, Zwiebel und den Knoblauch bei mittlerer Hitze anbraten. Nach wenigen Minuten das Mehl über das Gemüse streuen und kurz mit anrösten, mit der Sahne aufgießen, dabei gut umrühren damit es ohne zu klumpen bindet nur soviel Wasser zugießen bis die Soße cremig erscheint. Am Ende noch den Parmesan und die Gewürze nach Geschmack unterrühren. Soße sollte immer noch cremig sein. Die Fischfilet in eine gefettete Auflaufform geben und mit der Soße übergießen. Bei 200 Grad etwa 20 min in den Backofen.
Dazu mag ich Reis.
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Salat mal anders

Zutaten


200 gPorree
Äpfel, säuerlich
1 DoseMais
120 gKäse (Emmentaler), gerieben
Ei(er)
300 gsaure Sahne (ich nehme auch gerne Joghurt, das machts frischer)
1 ELRemoulade
4 TLZitronensaft
Salz
Pfeffer
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Schwierigkeitsgrad: simpel
Den Porree putzen, waschen und in ganz feine Ringe schneiden. Wer möchte, kann den Porree kurz in kochendem Salzwasser (gerne auch mit etwas Osaft angereichert) blanchieren, dann die Ringe etwas dicker lassen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Der rauhe, rohe Lauchgeschmack ergänzt sich aber toll mit der Süße des Apfels.Den Porree in eine Schüssel geben.
Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien, vierteln und quer in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem abgetropften Mais zu den Porreeringen geben. Den Käse unter die Masse geben und alles vermischen.
Die Eier hart kochen und in grobe Würfel zerteilen. Vorsichtig unter den Salat rühren.
Aus saurer Sahne, Remoulade und Zitronensaft ein Dressing bereiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Salat gut durchziehen lassen.
Mit Nudeln hineingesmischt ergibt das auch ein tolles kaltes Hauptgericht. dann etwas mehr Dressing zubereiten´.

Mittwoch, 17. April 2013

Verschnaufpause für die Leber

Gerade im Frühling macht es Spass, unserem Hauptentgifter, der Leber, mal so richtig unter die Arme zu greifen.
Leider bedeutet dies meist, auf alles was so richtig Spass macht, zu verzichten.
Also Zucker, zuviel Fett, Alkohol und sämtliche künstliche Lebensmittelzusätze. Auch Getränke mit viel Kohlensäure belasten die Leber.

Hört sich zunächst schlimm an, muss es aber gar nicht sein.
Denn kurz gesagt: Unsere Leber mag einfach nur keine Extreme.

Wenn wir also unseren Körper beim Frühlingsputz unterstützen wollen, dann reicht es schon 
- Sein Fleisch nicht zu scharf anzubraten,
- Bratfett zu reduzieren (vielleicht statt in fett auch mal in Mineralwasser anbraten: das funktioniert, glaubt es mir!),
- statt Schokopudding lieber Obstsalat oder Püree,
- milde Tees oder Wasser ohne Kohlensäure als Alltagsgetränk.

Und schon kann die Leber aufatmen und sich der ganzen über den Winter angestauten Aufgaben widmen, da sie nicht zu viel mit den "neuen" Giftstoffen zu tun hat!

Und hier sind noch ein paar Lebensmittel, die die Leber ganz besonders gerne mag:


- Raddicchio
Der rot-weisse Salat ist quasi ein Alleskönner. Er liefert viele Vitamine und Mineralstoffe wie zB Zink. Seine Bitterstoffe helfen der Verdauung, sein Vitamin-Komplex hilft der Leber, sich selbst zu entgiften, und Zink schützt das Organ vor Entzündungen!


- Rettich
Die Scharf- und Bitterstoffe des "Radis" wie man in Bayern sagt, regen die Verdauungssäfte an und unterstützen so Leber und Fettverbrennung.

- Artischocke
Sehr zarter Geschmack, aber so gesund! Frische Artischockenböden entlasten die Leber und fördern die Verdauung. Ausserdem schützen die Inhaltsstoffe der Artischocke unsere Zellen vor Giftstoffen.

- Grapefruit
Die Bitterstoffe der Grapefruit machen vor allem fettreiche Speisen viel bekömmlicher. Also ein idealer Nachtisch, wenn es doch einmal "zuviel" war. :)


Bärlauch-Pesto

Bärlauch Pesto

Ich war gerade im garten und konnte diesem köstlichen Geruch einfach mnicht widerstehen. Also habe ich kurzerhand mich ins Beet aufgemacht, Bärlauch gepflückt und ein köstliches Bärlauch-Pesto zubereitet! Mjam, diese Gerüche allein während des Kleinschneidens! Das ist Frühling pur!
Aber Achtung: Bärlauch nur selber pflücken wenn man sich ganz sicher ist! Er wird sehr schnell mit den giftigen Maiglöckchen verwechselt!



Zutaten


500 gBärlauch
100 gParmesan
75 gPinienkerne
250 mlOlivenöl
Pfeffer, weißer aus der Mühle
Meersalz
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: simpel / Brennwert p. P.: keine Angabe
Bärlauch waschen, trocknen und klein schneiden.
Pinienkerne, ohne Zugabe von Öl, leicht anrösten.
Parmesan frisch reiben.

Geschnittenen Bärlauch mit Pinienkernen und Parmesan mischen.
Mit dem Mixstab, bei niedrigster Geschwindigkeit, Bärlauchgemisch
und Olivenöl vermengen. Fertiges Pesto mit Pfeffer und Meersalz
abschmecken.

Anrichten:
Wenn Bärlauch auf Vorrat hergestellt und in Gläser abgefüllt wird, müssen noch einige Regeln beachtet werden. Dass die Gläser sauber und trocken sind, setze ich voraus.
Die Oberfläche muss immer mit Öl luftdicht verschlossen sein.
Wenn Pesto entnommen wurde und das Glas nicht leer geworden ist, vom Glasrand mit Küchenkrepp die Pestoreste abwischen. So beugt man der Schimmelbildung wirkungsvoll vor.

An Stelle der Pinienkerne eignen sich auch sehr gut Haselnüsse. Man kann das Pesto auch mit anderen Gemüsearten wie Rucola herstellen.

Dienstag, 16. April 2013

NACHGEREICHT: Pfiffige Rezepte mit dem Darmputzer und Vitamin-C Lieferanten Sauerkraut:


Sauerkraut-Lasagne

300 gSauerkraut
120 gSpeck
500 mlMilch
240 gLasagneplatte(n)
100 gParmesan, gerieben
80 gButter
40 gMehl
Zwiebel(n)
1 ELButterschmalz
1 TLÖl
Salz und Pfeffer
Kräuter, frische
Portionen

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: 730 kcal
Die Zwiebeln abziehen, hacken und in Butterschmalz andünsten. Das Sauerkraut zufügen und ca. 30 Minuten garen.
Den Speck würfeln, im Öl anbraten und zum Kraut geben, salzen und pfeffern.
Den Ofen auf 200 Grad ( Umluft 180 Grad ) vorheizen.
Für die Soße 40 g Butter zerlassen, Mehl darin anschwitzen, Milch zufügen und 10 Minuten köcheln lassen.
Abwechselnd Nudeln, Soße, Sauerkraut und Parmesan in eine gefettete Auflaufform schichten. Mit Soße und Käse abschließen. Die übrige Butter in Flöckchen darauf setzen. Lasagne 30 Minuten backen.
Mit ein paar frischen Kräutern garnieren.

Sehr lecker und gesund, leider nicht ganz Kalorienarm. Aber welche Lasagne ist das schon??? ;)


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Sauerkraut-Spaghetti

Zutaten


350 gSpaghetti
500 gSauerkraut
200 gSahne
2 TLGemüsebrühe, gekörnte
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10 Min. Schwierigkeitsgrad: simpel 
Spaghetti bissfest kochen.

In einer großen(!) Pfanne die Sahne erhitzen. Die Gemüsebrühe einrühren und das gut ausgedrückte Sauerkraut hinzugeben. Unter Rühren auf kleiner Flamme ca. 5 Minuten köcheln lassen. 

Sehr lecker mit Schinken oder Speck oder Paprikawürfeln bzw eingelegten Peperoni hineingeschnibbelt! Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Das ist mein absoluter Liebling, weil er in 10 Minuten komplett fertig ist. Es schmeckt mild-sahnig und das Sauerkraut gibt dem Gericht den rechten Biss. Wers nicht ganz so gehaltvoll mag, ersetzt einen Teil der Sahne einfach durch fettarme Milch. :)

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Mit Sauerkraut gefüllte, überbackene Paprika

Zutaten


250 gHackfleisch vom Rind
2 großePaprikaschote(n), gelb
2 kleineZwiebel(n)
2 kl. Dose/nSauerkraut
Frühlingszwiebel(n)
Tomate(n)
2 ELTomatenmark
1/2 LiterGemüsebrühe, frisch oder Instant
60 gSahne, saure, stichfest
1 TLÖl
Salz
Pfeffer, schwarz, gemahlen
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: normal
Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Tomate fein würfeln. Die Frühlingszwiebel putzen, in feine Ringe schneiden. Die Paprika längs halbieren, entkernen. Das Sauerkraut abtropfen lassen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, das Hack darin anbraten, Zwiebel dazu geben, kurz mitbraten. Das Sauerkraut, Tomatenwürfel, Frühlingszwiebel unter das Hack mischen.

Die Füllung in die Paprikahälften füllen, in eine Auflaufform legen, die Brühe dazu geben und im vorgeheizten Backofen, mit Umluft ca. 180°C, 15-20 min garen.
Die Paprikahälften herausnehmen, warm stellen.

Die Brühe in einen Topf gießen, mit Tomatenmark verrühren, saure Sahne unterrühren, mit Salz, Pfeffer abschmecken.
Auf Tellern anrichten und servieren.

Um es kalorienärmer zu gestalten, kann man das Hackfleisch durch geschnetzeltes Filetfleisch ersetzen. Auch ein Gemüsemix oder Reis bzw Kartoffeln sind ein guter Ersatz fürs Hackfleisch. Bitte dran denken, dann ein bisschen stärker mit Kräutern zu würzen!

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Und zum Abschluss noch etwas Raffiniertes: Da die Iglo Schlemmerfilets immer so unglaublich viele ungesunde Zusatzstoffe und dazu auch noch massiv viel ungesunde Fette haben, hier ein Rezept, um den Schlemmerfisch selber zu machen: Mit Sauerkraut! Als Beilage passt Reis super, der entschlackt und entwässert noch zusätzlich.

Sauerkraut-Fisch-Auflauf

Zutaten


1 m.-großeZwiebel(n)
Paprikaschote(n), rote
1 ELÖl
850 mlSauerkraut
500 gKabeljaufilet oder anderer fester Fisch
1 ELHonig, flüssiger
125 gsüße Sahne
Salz und Pfeffer, weißer
Petersilie zum Garnieren
Paprikapulver, edelsüß
Zitronensaft
Portionen 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: 270 kcal ohne Beilage
Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Zwiebel halbieren, in Streifen schneiden. Die Paprikaschote entkernen, die weißen Häute herausschneiden und ebenfalls in Streifen schneiden.

Die Zwiebel- und Paprikastreifen in dem Öl anbraten, das Sauerkraut hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen, bei starker Hitze ca. 10 Min. schmoren.

Den Fisch waschen und anschließend trockentupfen, ggf. die Filets teilen. Dann mit Zitronensaft beträufeln und salzen (oder Bratfischgewürz benutzen).

Das Sauerkraut mit Honig abschmecken und in eine Auflaufform füllen, den Fisch darauflegen. Die Sahne mit dem Paprikapulver würzen und über den Fisch gießen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200° (Umluft ca. 180°) ca. 20 Min. garen.

Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen. 

Apfelessig-ein Wunderheilmittel?

Von Verstopfung bis Hautunreinheit: Mit Apfelessig können all diese Probleme besiegt werden – so zumindest die Volksmeinung. Aber was ist wirklich dran an diesem "Allheilmittel"?
Wissenschaftler können sich nicht erklären, welche Substanzen den Essig zu dem gepriesenen „Wundermittel“ machen könnten. Viele von ihnen glauben nicht daran, dass es überhaupt irgendein Mittel gibt, das bei derartig vielen Problemen, wie vom Apfelessig immer wieder behauptet wird, helfen kann. Eine wissenschaftlich bewiesene Wirkung des Apfelessigs ist daher bisher nicht bekannt und leider auch nirgendwo wissenschaftlich dokumentiert.
Wissenschaftlich bewiesen jedoch ist, dass Apfelessig all das enthält, was auch den Apfel so gesund macht: Vitamin A, B1, B2, B6, Folsäure, Vitamin C und E sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat, Eisen, Fluor, Jod und Zink, Kupfer, Selen.

Die enthaltenen Vitamine und Vitalstoffe helfen dem Körper, zu funktionieren

All die Inhaltsstoffe des Apfelessigs sind wichtig für den Körper. Vitamin A etwa ist von Bedeutung für das Immunsystem und die Hautbildung. Zudem wirkt es als Wachstumsfaktor und ist notwendig für das Sehen. Die Vitamine B1, B2 und B6 sind wichtige Stoffwechselfaktoren. Ein Mangel an Folsäure zeigt sich besonders dort, wo eine schnelle Regeneration nötig ist wie an den Schleimhäuten oder bei der Blutbildung. Neuere Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass ein Folsäuremangel über die Erhöhung des Homocysteingehaltes im Blut die Arteriosklerose fördern kann. Vitamin C, das bekannteste aller Vitamine, stärkt das Immunsystem und hilft dem Körper, Eisen aus der pflanzlichen Nahrung zu ziehen. Außerdem hat Vitamin C positive Wirkung auf die Anfälligkeit gegen Infektionskrankheiten und kann durch das Abfangen schädlicher Sauerstoffradikale die Tumorentstehung und die Entwicklung der Arteriosklerose hemmen.
Vom Vitamin E weiß man, dass es lebensnotwendig ist, obwohl kein konkretes Vitamin-E-Mangel-Symptom für den Menschen bekannt ist. Neuere Untersuchungen lassen jedoch vermuten, dass ein Mangel an Vitamin E zu Organstörungen führt, unter anderem auch zu Störungen im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess.
Einige Elemente sind wichtige Bestandteile unseres Organismus. Calcium zum Beispiel macht immerhin 1,5 Prozent unseres Körpergewichtes aus. Der größte Anteil ist in den Knochen und Zähnen gebunden. Das freie Calcium ist unter anderem für die Blutgerinnung und die Funktion von Nerven und Muskeln wichtig. Darüber hinaus wirkt es allergischen Reaktionen entgegen. Natrium reguliert den Wasserhaushalt und ist notwendig für die Funktion der Nerven- und Muskelzellen, ähnlich wie Kalium, das ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Nerven- und Muskelarbeit spielt. Eisen wiederum fördert die Blutbildung und den Sauerstofftransport und beugt Anämie (den Mangel von roten Blutkörperchen) und Leistungsabfall vor. Spurenelemente sind nur in geringsten Mengen in unserem Körper vorhanden, doch sie sind lebenswichtig.
Bleiben noch jene Stoffe, die entstehen, wenn der Apfel zum Essig wird: Zunächst einmal die Essigsäure. Sie ist charakteristisch für jeden Essig und hilft bei der Verdauung von Fetten und Kohlehydraten. Die Zitronensäure wiederum braucht der Körper für den Kohlehydratstoffwechsel. Propionsäure hat konservierende Eigenschaften.
Wieso ist denn dann die Ursache für die heilsame Wirkung des Apfelessigs noch nicht bewiesen? Dies liegt primär daran, dass es der Wissenschaft nach wie vor schwerfällt, die komplizierten Wechselwirkungen von mitunter Hunderten von Stoffen eines Naturheilmittels exakt zu beschreiben. Daher sind wir bei Apfelessig – genau wie bei anderen Naturheilmitteln – mehr auf Erfahrung und genaue Beobachtung angewiesen, und diese Erfahrungen gibt es genug.

Ein altes Hausmittel wurde wieder populär gemacht

Essig hat eine jahrtausendalte Tradition. Bereits vor 5000 Jahren stellten die Babylonier Essig aus Datteln her, konservierten ihr Fleisch darin und setzten Essig auch schon medizinisch ein. Auch den alten Ägyptern war der Essig bekannt. Sie tranken Essigmischungen als belebendes Getränk und nutzten Essig auch für die Schönheitspflege. Tausend Jahre später, im Mittelalter, wurde Essig dann richtig populär. Man stellte Dutzende von Sorten her und wusste auch um seine Heilkraft. Mit dem Aufkommen der modernen wissenschaftlichen Medizin und Pharmazie gerieten die alten Hausmittel immer mehr in Vergessenheit, bis einige besonders an der Volksmedizin interessierte Menschen den Apfelessig wieder entdeckten und populär machten. Heute stehen wir vor einer wahren Flut von Veröffentlichungen, die alle die Segnungen des Apfelessigs preisen. Zu Recht? Wer weiß. Wie schon erwähnt, es gibt keine wissenschaftlich fundierte Untersuchung zur Heilkraft des Apfelessigs. Aber es gibt viele Menschen, die auf Apfelessig schwören, weil sie mit ihm sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Auch bei diesem Mittel gilt: Probiere aus, ob es dir bei bestimmten Dingen hilft – falsch machen kannst Du bei all den gesunden Inhaltsstoffen auf jeden Fall kaum etwas.

Um unverdünnten Essig bitte einen Bogen machen

Bitte beachtet bei der Anwendung unbedingt Folgendes: Apfelessig nie pur trinken, da durch die hohe Säurekonzentration der Magen gereizt würde. Bei empfindlichem Magen sollte man ihn auch verdünnt nicht auf leeren Magen trinken.

Dienstag, 12. März 2013

Frühlingsputz im Körper

Passend zum einbrechenden Frühling, stelle ich heute einmal ein paar Nahrungsmittel vor, die auch den Körper den langen und düsteren Wintrer vergessen lassen können. Das sind alles keine neuen Erkenntnisse, aber ich möchte noch einmal ins Gedächtnis rufen, warum viele unserer täglichen Lebensmittel und helfen können:)

Diese Nahrungsmittel bringen die Abwehr auf Trab:

Sauerkraut!
Diese altmodische (und leider sehr an Winter erinnernde) Kohlart liefert sehr viel schnell verfügbares Vitamin C. Zusätzlich gilt es als "Darmputzer" weil es durch seine Milchsäurebakterien die Darmflora stärkt, die den Hauptanteil der Abwehrarbeit leistet.
Ich habe 'frühlingstaugliche' Rezepte mit Sauerkraut nachgereicht! (Siehe Post vom 16.4.13)

Ingwer
Ingwer ist als sehr wirksames Erkältungsmittel schon Jahrtausende bekannt. Denn das hochkonzentrierte Gingerol wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und sogar antiviral!

Lauch
Ähnlich wie das Gingerol wirkt das Allizin im Lauch. Es tötet Bakterien und Pilze ab. Ausserdem ist Lauch reich an Vitamin C.

Käse
Käse wie Gouda, Appemzeller und Cheddar sind reich an Zink und Eiweiss. Zink wird dringend benötigt um das Vitamin C besser für die Abwehr aktivieren zu können. Eiweiss ist der Baustoff für fast alles in unserem Körper, auch die Abwehrzellen. Also ein Käsebrot mit vitaminreichen Tomaten belegen und fertig ist der Frühlings-Gesundheitssnack! Beim Käse bitte immer die fettreiche Variante nehmen, dafür aber dünner belegen. Bei den fettarmen Varianten sind oft so viele Zusatzmittel und Geschmacksverstärker eingesetzt, dass das Endprodukt von seiner Gesundheitswirksamkeit her kaum noch an Käse erinnert.

Senf
im Senf wirken die starken ätherischen Senföle gegen das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm. Ausserdem können sie krebserregende Stoffe in der Nahrung unschädlich machen.


Rindfleisch
Wertvoll durch Eisen, viele B-Vitamine, die die Laune steigern und Selen und  Zink. Selen aktiviert die Fresszellen des Immunsystems gegen schädliche Bakterien.


Thunfisch
(bitte immer im eigenen Saft eingelegt, nicht in Öl)
Thunfisch ist aus ähnlichen Gründen wertvoll wie Rindfleisch. Zusätzlich ist er noch reich an Jod und Omega 3 Fettsäuren.

Wach, entspannt und gut gelaunt

Kürbiskerne
können die Hirnleistung verbessern durch reichlich Omega 3 Fettsäuren, Magnesium und Eisen

Hafer
Die althergebrachten Haferflocken (Vollkorn!) liefern von den heimischen Getreiden das meiste Eiweiss. Ausserdem ist es eine reine Vitamin-B Bombe, die die Konzentration ankurbelt und durch gesteigerten Energie Umsatz im Gehirn für gute Laune sorgt.

Rosinen
Her mit dem Studentenfutter!
Denn es ist reich an Eisen und B-Vitaminen

Parmesan
So ein Glück für alle Fans italienischer Pastagerichte!
Dieser Hartkäse ist nämlich nicht nur sehr fettarm, sondern auch reich an Mineralien, vor allem Magnesium und Vitamin B12. Ausserdem hilft Parmesan durch seinen hohen Tryptophangehalt, das der Körper in das Schlafhormon Melatonin umbaut zu einem guten und ausgeglichenen Schlaf verhilft. Tryptophan als häufigstes Eiweiss des Körpers wird auch zum Glückshormon Serotonin gebaut.

Huhn
Auch Hühnerfleisch ist sehr reich an Tryptophan, Vitamin B 12 und Eisen.
unnützes Wissen: Ein 'Hähnchen' muss nicht immer ein Hahn sein, auch Hühner dürfen als 'Hähnchen' verkauft werden. Macht aber für Geschmack und Nährwert keinen Unterschied. :)

Erbsen
bringen den Nerven Kick durch die B-Vitamine 2 und 6, sowie Eisen.

Echte Butter
(bitte keine Margarine, das ist gefärbtes und aromatisiertes Plastik)
Butter liefert Lezithin und Vitamin E. Lezithin ist Nahrung für die Hirnzellen, Vitamin E schützt die fettreichen Teile des Gehirns vor Schäden.

Bananen
liefern viel Tryptophan. Der schlaffördernde Effekt wird durch das beruhigende und herzschützende Mineral Kalium verstärkt.

Lachs
Als Omega 3 Lieferant für die ausgeglichene Frühlingsernährung unverzichtbar!

Vollkornbrot
Alle 'echten' Vollkornprodukte (nur weil sie dunkel sind, sind sie noch lange nicht wirklich aus Vollkorn, oft wird Brot mit Malz gefärbt) enthalten viel von dem Stimmungsvitamin B1. Zink und Selen schützen zusätzlich unsere Hirnzellen.

Avocados
liefern viel Vitamin D. Aber vorsicht, leider sind sie auch sehr fettreich.
Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Aufnahme von Vitamin D durch die Nahrung wichtig, da der Körper es nur unter Sonneneinstrahlung selbst herstellt.
Ich reiche ein tolles Rezept für einen Avocado-Apfel Salat nach. Lecker!

Balsam für Magen und Darm
Um sich richtig fit und ausgeglichen zu fühlen, ist es unabdinglich, dass der Sitz unseres Immunsystems, der Darm, sich wohlfühlt!

Dinkel
liefert B Vitamine, Phosphor und extrem viele Ballaststoffe (10%), die die Darmflora stärken und reinigen.
Siehe auch mein leckeres Kaltofenbrot! Der Frühling ist die beste Zeit mal wieder damit anzufangen! :)

Leinsamen
(kann man auch super ins Kaltofenbrot schütten)
Beim Aufquellen setzen Leinsamen Schleimstoffe frei, die Magen und Darm vor Entzündungen schützen. Sie lindern auch Sodbrennen. Am besten wirksam ist Leinsamenschrot, da die Struktur bereits aufgebrochen ist und die Wirkstoffe so schneller zur Verfügung stehen.

Äpfel
Hoch leben die Pektine! Diese wertvollen löslichen Ballaststoffe nehmen Giftstoffe auf und sind die bevorzugte Nahrung der  nützlichen Darmbakterien. Auch Birnen sind reich an Pektinen und besser bekömmlich, da sie weniger Fruchtsäure enthalten als Äpfel.

Kümmel
Die ätherischen Öle beschleunigen die Magenentleerung, so kann das Essen nicht im Magen gären. Ausserdem hemmen sie Pilze und schädliche Bakterien im Darm

Naturjoghurt
Auch ohne Probiotika unterstützen die Milchsäurebakterien im Joghurt die Darmflora in ihrer Arbeit gegen Fremdstoffe, Gifte und Erreger. Aber Vorsicht bei gezuckerten Varianten. Die hohen Mengen an Industriezucker sind die optimale Nahrungsgrundlage für schädliche Bakterien und Pilze.


So, mit diesen köstlichen Nahrungsmitteln kann ja eigentlich dem aktiven Start in den Frühling nicht viel entgegenstehen. :D
Mal schauen was ich noch für tolle passende Gerichte finde!
Natürlich lasse ich Euch teilhaben!
Eure Britta

Montag, 11. März 2013

Aromastoffe


Es wird Frühling und die Lust mal wieder gesund zu kochen wächst!
Also endlich mal wieder neue Foodfacts von mir! Diesmal zu den Aromastoffen in unseren diversen Nahrungsmitteln:
Viel Spass!

Das Wort Aroma ist sicherlich jedem bekannt. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Aromastoffe, die industriell verarbeiteter Nahrung zugesetzt werden (dürfen).

Zunächst einmal die Basics:
Es gibt 3 verschiedene Typen von Aromastoffen

1. Natürliche Aromastoffe 
Als "natürliche Aromastoffe" dürfen alle Stoffe bezeichnet werden, die aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen gewonnen wurden. Dazu gibt es verschiedene Verfahren:
- physikalische Verfahren wie auch zB. Destillation und Extraktion mit Lösungsmitteln
- Arbeit mit Enzymen
- mikrobiologische Verfahren (Bakterien etc.)
- herkömmliche Lebensmittelzubereitungsverfahren wie zB. Trocknen, Rösten oder Fermentieren
Das Ausgangsprodukt muss also ein Naturprodukt sein, aus dem dann die Aromastoffe gewonnen werden. Es muss jedoch nicht exakt das Produkt sein, dessen Geschmack durch das Verfahren gewonnen wird. Erdbeeraroma wird zB meist nicht aus Erdbeeren hergestellt. Genaueres hierzu jedoch später.

2.Naturidentische Aromastoffe
Hier spielt der Ausgangsstoff keine Rolle, lediglich das Endprodukt muss am Ende des Herstellungsprozesses mit der chemischen Formel eines natürlichen Aromas identisch sein. Diese Aromastoffe sind meist aus mehreren Einzelsubstanzen zusammengesetzt und besonders stark im Geschmack. So wird unser Beispiel Erdbeeraroma aus ca. 60 Einzelkomponenten zusammengesetzt.

3.Künstliche Aromastoffe
Diese werden ausschliesslich durch chemische Synthese erzeugt und können in der Natur nicht nachgewiesen werden. In Deutschland sind nur 18 künstliche Aromen zugelassen.

Die Deklaration
Knapp 3000 Aromastoffe dürfen in der EU verwendet werden, ohne dass die genauen Substanzen, aus denen sie bestehen bzw gewonnen werden, angegeben werden müssen. Als Deklaration reicht der schlichte Hinweis "Aroma" auf der Verpackung. Mitunter ist die Angabe noch durch Zusätze wie "natürlich" oder "naturidentisch" erweitert, die in ihrer Begrifflichkeit jedoch irrreführend sind. Wie wir ja oben gesehen haben, haben diese Stoffe obwohl “natur” als Wortstamm im Namen vorkommt, mit natürlich wie wir es uns vorstellen oft nicht wirklich viel zu tun.
Nur wenn das Aroma wirklich aus dem namensgebenden Rohstoff gewonnen wurde (sehr selten, meist findet man dies noch in Tees) darf im Beispiel unserer Erdbeere mit “natürliches Erdbeeraroma “deklariert werden. Bei der Bezeichnung “natürliches Aroma Erdbeer” sieht es allerdings schon wieder ganz anders aus.
Wir wissen also nicht, was wir wirklich essen.

Künstliche Aromastoffe werden aus Erdöl gewonnen, naturidentische entstehen im Labor und natürliches Aroma wird u.a. aus Sägespänen und Schimmelpilzen, aus Restprodukten von Schlachthäusern gewonnen. Ausserdem werden sie oft mit Hilfe von Bakterien, Enzymen in mikrobiologischen Verfahren hergestellt. Und all dies muss nicht einmal für den Laien verständlich deklariert werden.
So wird Zitrönensäure zB aus dem Schimmelpilz aspergillus niger, Vannillin mit Hilfe von Bakterien aus einer Reiskornsubstanz hergestellt und die Basis für Erdbeeraroma sind Sägespäne. Kaum jemand weiss also, was er wirklich isst.
Hersteller greifen dennoch so gerne und häufig zu Aromastoffen, da sie schlichtweg günstiger sind als das Aromatisieren mit natürlichen Produkten.
Doch allein diese Tatsachen allein sind nicht das, weshalb wir Aromastoffe so sehr mit Vorsicht geniessen sollten.
Zum Einen: Aromastoffe prägen unseren Geschmack. Wir gewöhnen uns immer mehr an die intensiven Geschmackserlebnisse aus industriellen Produkten. Vielen Kindern schmecken natürliche Lebensmittel oft schon nicht mehr - und das wo gerade Kinder noch über die meisten Geschmacksknospen verfügen und viel feinere Noten und Aromen schmecken könnten als die Industrie uns vorgeben kann.
Zum Anderen gibt es zahlreiche gesundheitliche Implikationen.
Wenn der augenscheinlich gesunde Joghurt noch nie eine Erdbeere gesehen hat, fehlen gleichzeitig die Vitamine und das Bewusstsein, dass man gerade eher eine Süßigkeit als ein wertvolles Nahrungsmittel zu sich genommen hat.
Zudem können Geschmacksverstärker und Aromen appetitanregend wirken und so zum Weiteressen anregen. Manches Kilo zuviel wird daher auf ihre Rechnung gehen.
Das Schlimmste ist jedoch: Die möglichen Risiken für unsere Gesundheit sind per dato nicht ausreichend erforscht,
Für Allergiker und Gesundheitsbewusste bleiben viele Fragen offen, da der begründete Verdacht besteht, dass Aromastoffe Allergien und Überempfindlichkeiten auslösen können.
Da sich Aromastoffe aus vielen Substanzen zusammensetzen ist es oft schwierig, herauszufinden, gegen welche Komponente im Aroma eine Allergie bestehen könnte.
Zudem wirken zT auch gar nicht die Aromastoffe selbst, sondern Trägerstoffe wie Milchzucker allergen.

Über „ernsthaftere“ gesundheitliche Risiken ist bisher noch weniger bekannt. Auch zB. hinsichtlich der Entstehung von Krebs sind die möglichen Risiken von Aromen noch völlig unerforscht.
Zur Zeit untersucht die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit “efsa” wie sicher die verwendeten Stoffe sind und entwirft eine öffentlich einsehbare Datenbank zu den Risiken. Diese ist bisher jedoch noch im Aufbau.


Meine eigene Meinung zum Thema
Lässt man das oben Geschriebene Revue passieren, so kann es vorkommen, dass man sich fassungslos an den Kopf greift, ja fast die Haare rauft. Man stelle sich vor: Uns Menschen werden seit Jahrzehnten Nahrungsmittel (in Massen und völlig legal) aufgetischt, deren Folgen für die Gesundheit noch gar nicht erforscht sind! Und die Baustelle “Aromastoffe” ist eine vergleichsweise harmlose Baustelle im Dschungel der Nahrungsmittelzusätze. Angesichts vieler leider bereits zum normalen Alltag gehörender Zivilisationskrankheiten wie Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber auch Alzheimer und Krebs, (deren Entstehung und Wechselwirkung mti unserer Nahrung noch nicht klar ist, aber immer wieder in die Schlagzeilen gerät) ist es unverantwortlich, dass eine Regierung es zulässt, dass die Industrie ungetestete Zusatzstoffe auf die Menschheit “loslässt”. Wie Montignac, ein bekannter Ernährungberater bereits sinngemäß sagte: “Die Menschen werden vergiftet und die Polizei unternimmt Nichts dagegen.”
Leider hat unser Konsumverhalten Mitschuld an diesem Trend in der Industrie, Nahrungsmittel mit günstigen und fragwürdigen Stoffen geschmacklich zu überfrachten. Beim Einkaufen wird nach wie vor mit Vorliebe zu Fertigprodukten ins Regal gegriffen. Meist muus man dies der Unwissenheit oder Gleichgültigkeit der Menschen zuschreiben. Es ist schon paradox. Die meisten Deutschen wollen zwar nur das Beste für ihr Auto(E10? Nein, viel zu gefährlich für den Motor) aber sich und ihren Kindern geben sie erwiesenermaßen schlechten und /oder ungetesteten „Sprit“ für ihren Lebensmotor.
Durch eine leichte Veränderung im Konsumverhalten des Einzelnen, kann man Signale für die Industrie setzen.
Ich kann jedem nur ans Herz legen: Lesen Sie die Zutatenlisten! Man muss nicht sofort ein Experte sein, aber je häufiger man sie liest, desto mehr bekommt man ein Gefühl dafür, was die einzelnen Posten bedeuten! Schliesslich sind die Regeln einfach: Je weniger Posten, desto besser. Je mehr Worte man aus dem Alltagsdeutsch kennt, desto weniger Chemie. Das war schon der ganze Zauber für den Anfang. Versucht es einmal! :)

  

Mittwoch, 30. Mai 2012

Maissirup

Letztens habe ich eine Serie im Fernsehen gesehen, in der die Bösewichte versucht haben, sich die Welt anhand von Maissirup untertan zu machen. Sie fügten dem Maissirup einfach eine Zutat bei, die die Menschheit lethargisch und folgsam macht. Im Laufe der Folge stellten die Protagonisten geschockt fest, dass Maissirup einfach in ALLEM ist, man der Droge also nicht entkommen konnte.

Da auch in einschlägigen Diätbüchern vor Maissirup gewarnt wird, ich ihn aber noch nie auf einer Zutatenliste gefunden habe, hab ich mich mal schlau gemacht. Und siehe da, ich fand Erstaunliches!

Was ist Maissirup?
Ein Zuckersirup, aus Mais gewonnen. Er besteht zum Grossteil aus Fruktose (im Gegensatz zu Zucker aus Zuckerrüben gewonnen, der besteht zum Gr5rossteil aus Glukose).

Warum finde ich ihn nicht in der Zutatenliste?
1. In Europa wird die Zuckergewinnung aus Zuckerrüben subventioniert. ZUckerrübensirup ist für die Industrie daher viel billiger als´anders gewonnene Zuckerarten. Dass führt dazu, dass Maissirup hier kaum existiert. In Amerika hingegen wird die Zuckergewinnung aus Mais subventioniert, daher findet man dort kaum Zuckerrübensirup. - Natürlich war meine Serie eine Amerikanische. Der Erste AHA Effekt also.
2. Wenn er in Europäiaschen Produkten viorkommt, dann nur als Gemisch (wegen des Preises). Dieses Gemisch muss nach seinen Inhaltsstoffen deklariert werden, also als Glucose-Fructosesirup oder als Fructose-Glucosesirup. Das was mehr enthalten ist, steht vorne.

Was macht Maissirup denn nun so gefährlich, dass die Diätbücher davor warnen?
Maissirup besteht zum Grossteil aus dem Fruchtzucker Fuktose. Fruktose wird ohne das Zutun von Insulin verstoffwechselt. Dass ist zuerst einmal gut, mag man jetzt meinen, denn wir haben ja alle gelernt, dass ein hoher Insulinspiegel zu Heisshungeratacken führt und das Nahrungsfett in den Fettzellen "einschliesst". Leider ist Insulin aber auch für das Sättigungsgefühl zuständig. Man kann also Lebensmittel, in denen Maissirup enthalten ist, in grossen Mengen essen, ohne sich satt zu fühlen. Das führt dazu, dass man ein Vielfaches der Kalorienmenge zu sich nimmt, die man normalerweise essen würde.

In den USA ist Maissirup wirklich in fast jedem industruiellen Nahrungsmittel enthalten. In Sossen, in Brötchen, Gebäck, Käse, Wurst...einfach überall. Viele wissenschaftler vermuten, dass Maissirup ein grosser Mitverursacher des grassierenden Übergewichts in den USA ist. Man denke nur an die krassen XXL Portionen in amerikanischen Restaurants.

Bevor wir aber zu sehr mit dem Finger auf die USA deuten und sagen: "WAS??? Ein Zucker in der Wurst und dem Käse???" Kann ich nur dazu anhalten mal auf unsere Zutatenlisten zu schauen. Und siehe da: Der kleinste Teil der industriell gefertigten Waren (ja, auch Käse und Wurst, sigar Schinken etc) kommt ohne Zusatz von irgendeinem Zuckerstoff aus. Besinders gefährdet sind da fettreduzierte Produkte. (Denn  von irgendwoher muss der Geschmack ja kommen, nicht?)

Und wieder kann ich nur mit dem altbekannten Plädoyer enden: Auch wenn es bei uns wenig Maissirup gibt: Bitte lest die Zutatenlisten und boykottiert  Firmen, die uns mit unnötiger Zucker-  oder Chemiezugabe vergiften!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Aufreger: Alete Früchte Freund

Heue gehts um Kindersnacks und meine persönliche Fehde mit Babynahrungsherstellern, die Kindenahrung unnötig viele Zusatzstoffe zufügen.

Seit ich mich dank meiner Tochter Emma auch in Babynahrung eingearbeitet habe, war ich immer wieder schockiert, wie wenig man von industriell hergestellter Nahrung seinem Baby guten Gewissens anbieten kann. Bereits in Babybreien befindet sich massenhaft Zucker, gerne auch in versteckter Form, Maltodextrin (ein Mastmittel), Aromastoffe (dazu demnächst ein ausführlicher Artikel), und Stabilisatoren sowie Geschmacksverstärker-ähnliche Mittel (immer gerade an der Grenze des legalen, denn diese Zusatzstoffe sind in chemisch hergestellter Form in Babynahrung eigentlich verboten, dennoch gibt es viele Stoffe, die die gleiche Wirkung haben, ohne unter diese Kategorien zu fallen).

Gerade Alete und Milupa fielen mir extrem negativ auf.

Dass es auch anders geht zeigt die Firma Hipp. Hipp Produkte kann man quasi ungesehen kaufen, von o.g. Zusatzstoffen keine Spur. Das einzige Manko: Auch Hipp arbeitet mit Saftkonzentraten (den Früchten wird die Flüssigkeit entzogen, was zurückbleibt sind die Restbestandteile der Früchte, also ein extrem süsser Sirup aus den Hauptbestandteilen Fruchtzucker und Ballaststoffe). Aber gut, das ist meiner Meinung nach ein kleines Übel, denn Fruchtzucker ist physiologisch anders verwertbar als zugesetzter Kristallzucker. Die Mittagsmenügläschen ohne Obst kommen auch ohne das Konzentrat aus.

Nun ist meine Tochter kein Baby mehr und ich dachte, ich gönne ihr diese Frucht- und Müsli Riegel auf die die Kinder in diesem Alter so stehen. Draufgeschaut: Bestandteile gut, Saftkonzentrat, getrocknete Früchte, Getreide bzw Getreidemehl... Nicht der Hit, aber es soll ja auch zum Naschen sein, also passts.

Gesten schau ich zufällig noch einmal auf die Verpackung während Emma glücklich ihren Riegel mampft - und falle fast hintenüber:
- Maltodextrin - ein gecchmackloses kurzkettiges Kohlehydrat, das nur dazu eingesett wird, Substanz zu schaffen und zu sättigen, aber keine physiologische Eigenschaft im Körper erfüllt. (Zur Info: Je kürzer das Kohlehydratmolekül, desto weniger Aufwand benötigt der Körper um es in Zucker umzuwandeln),
- Getreidemehl, teilweise aufgeschlossen: Wenn ich das lese, bekomme ich regelmässig die Wut. Getreide besteht aus Kohlehydraten. Kohlehydrate sind Moleküle, in denen Zucker (Glukosemoleküle) aneinandergereiht sind. Deswegen werden zB Brot oder Nudeln während der Verdauung zu reinem Zucker umgewandelt und haben einen so schlechten Ruf bekommen. Dieser Begriff ist also nur Augenwischerei, die Müttern durch das Wort Getreide suggerieren soll, wertvolle Inhaltsstoffe zu kaufen.
- Stabilisatoren
- Aromen.

Als ich relativ geschockt auf die Marke schaue finde ich: Alete.
Beim Hippriegel findet sich nichts auf dieser Liste.
Diese Tatsache macht mich wütend. Ist es denn wirklich nötig unseren Kleinsten, die noch ein unverfälschtes Geschmacksempfunden haben, diese Inhaltsstoffe unterzujubeln? Emma ist die "sauberen" Hipp Produkte genauso gerne wie Aletre, also was soll das?
Sogar bei so kleinen Snacks, die sich im Produkt auf den ersten Blick überhaupt nicht untrscheiden, muss man also genau drauf achten und die Inhaltsliste lesen!

Es ist mir ein Anliegen, dass sich solche Informationen verbreiten und Verbraucher Firmen, die unsere Kinder bereits mit unnötigen Stoffen in der Nahrung belasten gemieden werden!

Also noch einmal der Aufruf: Lest die Zusatzstoffliste und boykottiert konsequent ungesund belastete Produkte! Zum Glück gibt es heutzutage zahlreiche Alternativen!

Fies gesunde Pizza

Das ist ein Pizzateig, der wirklich mit mehreren Attributen auftrumpft.
Er ist sehr herzhaft, würzig und knusprig.
Und mit dem Belag kann man dann richtig schön kreativ werden.

Teig, 4 Personen
4-5 EL gehackten Rucola (gerne mit Schnittlauch versetzt)
gut 4 EL Magerquar
4 EL Milch
4 EL Rapsöl
200g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen, wer auf Weizen steht)
0,5 - 1 Pck Backpulver (bei Vollkornmehl eher 1, bei normalem Mehl reicht 0,5)
Salz
4-8 EL Wasser
80g Zucchini, geraspelt

Rucola, Quark, Milch, Öl zu einer Quark-Öl Mischung verrühren, mit dem Mehl, Backpulver, Salz, Wasser und den Zucchini zu einem zähen Pizzateig verkneten, ausrollen, ca 15 min backen.
Manchmal gebe ich mehr Quark hinzu, manchmal mehr Wasser... schaut einfach wann das Gemisch nach Pizzateig aussieht, das kommt immer auf die Quellfähigkeit des gewählten Mehles an.

Beim Belag kann man dann kreativ werden. Ich liebe es, aus dem restlichen Quark und Rucola bzw Schnittlauch eine Creme zu rühren, die darauf zu streichen und mit Putenbrust oder Tomaten zu belegen. Dann nochmal frische Kräuter drüber, lecker.

Oder man macht ne echte Pizza draus, bestreicht den Teig vor dem Backen mit Tomatensauce (passierte Tomaten salzen und pfeffern, ital Kräuter hinzu), belegt sie mit Schinken, Tomaten, versch Käsesorten, Paprika...was das Herz begehrt. Aber denkt dran, der Teig ist sehr würzig und herzhaft, Ananas etc stelle ich mir da etwas seltsam vor...

Das Plus: Die Pizza hat (ohne Belag) 4g Fett pro Person, in der Version mit Kräuterquark und Putenbrust 6g Fett - also fast gar nichts! :)
Zusätzlich ist sie durch das Dinkelmehl kaum Insulinwirksam, man kann sie sich also auch ruhig abends genehmigen.
Der Rucola bringt eine Menge Nährstoffe mit, er ist zB reich an Kalzium, Beta-Carotin, Eisen, Magnesium, Natrium, Senfölen, Kalium und Phosphor.
Wenn man fettreduzierten Käse nimmt (6g Fett pro Scheibe und leckere Gemüse als Belag (Zucchini, Tomaten, Paprika, Broccoli etc), dann kommt man auf ca 11g Fett pro Person. (Zur Info: 20g Fett pro Mahlzeit bei 3 Mahlzeiten pro Tag sind ein guter Schnitt!)

Aber Achtung:
Proben ergaben selbst bei ökologischen Anbau von Rucola relativ viel schädliches Nitrat. Das kommt von der Verwendung falscher Dünger. Daher sollte Rucola nicht zu häufig als Salat und häufiger als Gewürzkraut zu genossen werden (wie wir es hier ja auch tun). :)

Oder man pflanzt Rucola selber im Garten oder auf der Terasse an, dann hat man damit keine Probleme. Rucola ist recht anspruchslos und breitet sich sehr stark aus, also wenn man nicht aufpasst, hat man bald mehr Rucola für den Salat als einem lieb ist. ;)

Fettarme Sommernachmittags- Schmankerl

Hier schreibe ich schnell ein paar sommerlich leichte Leckereien für den Nachmittag auf.

Erdbeeren-Limetten Biskuittorte
Teig:
2 Eier,
1 Prise Salz,
60g brauner Rohrzucker,
und 2 El heisses Wasser
verquirlen und ca 4 min zu einer dicken Creme schlagen,
100g Dinkelmehl
und 1 Tl Backpulver
in 2 Portionen mit dem Schneebesen unter die Creme heben.
In eine Springform füllen mit
7g Mandeln
bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (160 Umluft) 15 min backen.

Belag:
650g Erdbeeren
halbieren, Boden damit belegen, Limettenschale abreiben, Limette auspressen (Limette vorher heiss abwaschen und trockenreiben), Saft und Schale mit 2 El Apfelsaft, 2 El Zucker und 1 Tortengusspäckchen verrühren, aufkochen und über die Beeren geben. Joghurt oder Eis schmeckt gut dazu statt Sahne!

Fett pro Torte: 16g plus Mandeln (Memo an mich: nachsehen!)
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Sesamananas mit Eis
Ananas in Scheiben schneiden, mit Honig bestreichen, Sesam ohne Fett rösten bis er duftet, Ananas darin wälzen, mit Vanilleeeis servieren. Mjam!

Dienstag, 24. April 2012

Exkurs: Spargel-Pipi

Warum riecht der Urin nach Spargel-Genuss so komisch?
Die Antwort: Genau weiss man es nicht!
Lange Zeit dachte man, da der Spargel definitv harntreibend wirkt, käme der Geruch daher, dass er viele Giftstoffe aus dem Körper mit ausschwemmt. Dies konnte mittlerweile (leider) widerlegt werden.

Heute geht man davon aus, dass beim Verdauen der im Spargel enthaltenen Asparagus-Säure als Abbauprodukt Schwefelester entstehen. Und klar, Schwefel stinkt. Also wird leider nur das ausgespült, was auch mit dem Spargel in den Körper gelangt.

Bereits 1967 gab es eine Studie, in der belegt wurde, dass nur bei ca 50% der Menschen der Urin bei Spargelgenuss auch riecht. Bei den anderen 50% riecht er völlig normal.
1980 belegte dann eine Studie, dass dies lediglich daran liege, dass ein Teil der Menschen die Abbauprodukte schlichtweg nicht riechen können und deswegen angaben, dass ihr Urin normal röche.
1987 folgte dann eine gross angelegte Studie, die über ein ganzes Jahr verlief. Hierbei wurde die Studie von 1980 widerlegt. Ca 50% der Menschen besitzen tatsächlich das Enzym zur Spaltung der Asparagussäure nicht!

Ob Geruch oder nicht: Fest steht, dass Spargel entwässernd wirkt und zudem die Verdauung in Schwung bringt und den Darm reinigt: Denn zu den vielen Balaststoffen bringt Spargel (der zu 95% aus Wasser besteht) gleich die nötige Flüssigkeit mit, um die Ballaststoffe aufzuquellen!

Also: Guten Appetit, lasst es Euch schmecken!

Sonntag, 22. April 2012

Spargel mal anders

Heute habe ich einen Spargel-Auflauf gemacht.
Das Plus: Es ist mal ganz was anderes und man kann es sehr Kohlehydrat-arm gestalten. Super für Abends!

Hier das Rezept

Für 4 Personen:
350ml Milch
300ml Wasser
175g Frischkäse( 12-17% Fett), wer mag gerne auch mit Kräutern
etwas Parmesan, gerieben
etwas geriebener Gouda
Kochschinken nach Geschmack
(ja, leider koche ich oft nach Gefühl und nicht mit genauen Mengenangaben, sorry)
ca 250g Spinat
ca 1 Kg Spargel
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikagewürz, Chiliflocken

Milch und Wasser aufkochen, kleingehackten Spinat hineingeben, knackig mit den Gewürzen würzen, ein wenig kochen lassen. Wer es cremiger mag, der gibt etwas Speisestärke hinzu oder macht gar eine Mehlschwitze. Aber ich finde, man kommt auch prima ohne aus.
Den Schinken in Würfel schneiden, Spargel schälen.
Nun den Frischläse und den Parmesan in die Soße rühren.
Eine Auflaufform fetten, die Spargelstangen hineinlegen, mit Schinkenwürfeln bestreuen und gut mit der Soße bedecken. Dann die Nächste Schicht bis alles in der Form ist. Die obere Schicht muss noch gut mit Soße bedeckt sein. Zum Schluss den geriebenen Gouda auf dem Auflauf verteilen und für ca 30 min bei 180 Grad Umluft backen.

Wer möchte serviert dazu Nudeln, dann bekommt das ganze noch mehr ein italienisches Flair.
Wir fanden aber, dass das gar nicht so unbedingt nötig war.

Wir waren sehr überrascht, dass Spargel hier mal gar nicht so klassisch daherkommt und trotzdem durch die lange Garzeit ein feiner und zarter Genuss sein kann!

Klar, mit ca 19g Fett pro Person (je nach verwendetem Frischkäse, Gouda und Parmesan und ob man nun eine Mehlschwitze macht oder nicht) ist das Ganze fettechnisch nur Mittelklasse, aber durch die fehlenden Kohlehydrate schlägt dies nicht ganz so zu buche. Ausserdem kann man dies durch fettarmen Käse noch weiter reduzieren.
Alles in Allem ist es diesbezogen der Variante mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln auf jeden Fall vorzuziehen. :)

Dienstag, 17. April 2012

Exkurs: Osteopathie

Mittlerweile kennt so ziemlich jeder den Begriff der Osteopathie. Ich gehe davon aus, dass so ziemlich jeder zumindest eine Person im Bekanntenkreis hat, die beteuert, ihr Osteopath hätte ihr unglaublich geholfen. Dennoch, weiss man denn wirklich, was dahinter steckt?

Hier möchte ich einmal zusammenfassen, aus was Osteopathie genau besteht:Die Osteopathie geht davon aus, dass Fehlhaltungen und Fehlstellungen des Bewegungsapparates wie zB Verkrümmungen der Wirbelsäule (und seien sie noch so gering) Auswirkungen auf die Funktionsweise der inneren Organe haben. Die inneren Organe liegen nicht statisch an einem Ort, sie bewegen sich im Körper - zum Glück jedoch nicht sehr weit. :)  Sie habennämlich untereinander und mit Bändern, Gelenken und Knochen Berührungspunkte, an denen sie aneinander hängen und reiben. Diese "Gleitflächen" können durch eine Fehlhaltung verkleben und so das Organ an einem Ort "festhalten". Als Folge kann das Organ nicht mehr „frei“ funktionieren.
Es ist ein organisches Leiden, und doch ist der Knochenbau "schuld".

In einer Behandlung wird der Osteopath zunächst Körperhaltung und – statik des Patienten sowie die Funktionsweise von Gelenken etc überprüfen und falls möglich korrigieren. Danach wird er die genaue Lokation der Organe aufspüren und durch erlernte Handbewegungen die Fixationen lösen.
Ein ganz besonderer Teil dieser Behandlung ist die kranio-sacrale Osteopathie.
Hierbei prüft der Therapeut das Zusammenspiel der Wirbelsäule (inklusive Check eines jeden Wirbels) mit Schädel und Becken und versucht Fehlstellungen zu korrigieren. Ein Grossteil der in der Osteopathie behandelten Beschwerden sind auf Probleme im kranio-sacralen Bereich zurückzuführen.

Wann also sollte man einen Osteopathen aufsuchen? Wann kann er überhaupt helfen?- bei Problemenm mit dem Gelenkapparat wie zB: Hexenschuss, Ischias, Verletzungsfolgen, allgemeinen Gelenkbeschwerden
- bei internistischen Problemen wie zB: Operationsnarben, Verwachsungen, Herzbeschwerden, Verdauungsstörungen
- im Hals- Nasen- Ohrenbereich: Bei wiederkehrenden Kopfschmerzen, Migräne, chronischen Nasennebenhöhlen- Mandel- oder Mittelohrentzündungen, begleitend auch bei Kieferproblemen, Gebissfehlstellungen
- bei Problemen im urologischen Bereich wie: Blasenentzündungen, Prostatabeschwerden,  Inkontinenz, Nierenbeschwerden
- im Bereich der Gynäkologie ganz besonders zur Begleitung einer Schwangerschaft, zur Vor- und Nachbereitung der Geburt, bei Vernarbungen und Verwachsungen nach Operationen aber auch bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden
- Kindern kann ein Osteopath u.a.bei Knochenverformungen als Geburtsfolge, Hüftdysplasie, Schiefhals, Verdauungssrörungen, Entwicklungsverzögerungen, Lern- und Konzentrationsschwächen und Hyperaktivität helfen. Auch Schreikinder können nach Behebung osteopathisch zu lösender Probleme ruhiger werden. 

Hinweis: Diese Aufzählung ist in keinster Weise vollständig.

Vorsicht ist jedoch geboten bei schweren Erkrankungen (wie Tumoren, Krebs, Rheuma etc) wenn die Selbstheilungskräfte des Körpers einfach überschritten sind. Hier kann Osteopathie lediglich begleitend eingesetzt werden.

Der Bereich der leichteren, therapierbaren Erkrankungen ist jedoch, wie man bereits oben sieht, riesig. Und da der Therapeut immer ganzheitlich nach den Ursachen der Probleme sucht, ist so mancher Patient erstaunt, wenn die zu behandelnde Stelle weit weg von den eigentlichen Beschwerden liegt.

Eigene Meinung:Ich selber habe es mir zur Gewohnheit gemacht, jedes halbe Jahr zum Osteopathen zu gehen, da ich zu einer Schiefstellung der Hüfte und des Nackens neige – und ich gehe wegen leidvoller früherer Erfahrungen so früh, dass erst gar keine grossen Probleme auftauchen können.
Auch bei Kindern kann ich nur empfehlen, einen Osteopathen aufzusuchen, sobald einem sein Kind „komisch vorkommt“. Fehlstellungen und Verwachsungen kommen gerade bei Kindern wegen ihrer starken und häufigen Wachstumsschübe oft vor. Nach einem jedem Schub sollte man überprüfen lassen, ob noch alles reibungslos zusammenspielt.

Die Kosten:Leider gelten Osteopathen, die eine mehrjährige medizinische Ausbildung durchlaufen müssen und meist sowieso aus dem medizinischen Bereich kommen, in Deutschland lediglich als Therapeuten. Das bedeutet vor Allem, dass die meisten nicht mit einer gesetzlichen Krankenkasse abrechnen dürfen. Die Kosten belaufen sich pro Behandlung auf von ca 70€ bis hin zu 200€ (wenn man im Raum München lebt) und müssen selbst getragen werden.(Ausnahme sind Privatversicherte und Beihilfeberechtigte, wo je nach Versicherung zumindest ein Teil, wenn nicht alles übernommen wird)
Aber aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Es lohnt sich!